Schluss mit erschwinglich:
Der 16 GB Raspberry Pi 5 wird noch teurer

Die 16-Gigabyte-Version des Raspberry Pi 5 wird deutlich teurer. Aufgrund anhaltender Engpässe auf dem Speichermarkt hat sich der Preis des Einplatinencomputers seit der Markteinführung Anfang 2025 mittlerweile mehr als verdreifacht.
Logo, mini-pc, raspberry pi, raspberry, Raspberry Pi Logo, Himbeere
  • Der Preis des Raspberry Pi 5 mit 16 GB klettert massiv auf stolze 385 Dollar
  • Auch das Compute Module 5 mit 16 Gigabyte RAM verteuert sich um 40 US-Dollar
  • Hauptursache für diesen rasanten Preisanstieg sind teure Speicherbausteine
  • Herstellerchef Eben Upton verweist zudem auf eine generelle Bauteilknappheit
  • Viele Nutzer weichen inzwischen vermehrt auf Mini-PCs oder Mikrocontroller aus
  • Eine Entspannung am Markt wird laut Prognosen wohl erst nach 2030 erwartet

Preis für 16-Gigabyte-Modell steigt

Der Raspberry Pi 5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher war zwar schon zum Zeitpunkt seines Erscheinens als Topmodell der Reihe wesentlich teurer als der Rest der Reihe, mittlerweile setzt ihm die Speicherkrise aber signifikant zu. Am Dienstag stieg der Preis für das Modell um 80 Dollar (etwa 72 Euro) auf nun 385 Dollar (etwa 344 Euro) an. Bei der Markteinführung im Januar 2025 kostete die Konfiguration noch 120 Dollar (etwa 107 Euro). Grund sind laut Hersteller die stark gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher.

Ebenfalls von der Preiserhöhung betroffen sind die Varianten des Compute Module 5 mit 16 Gigabyte RAM, die 40 Dollar (etwa 36 Euro) mehr kosten. Durch die gestiegenen Preise rücken die Platinen in Regionen, in denen Mini-PCs als leistungsstärkere Alternative erscheinen. Für kleinere Projekte weichen einige Nutzer bereits auf Mikrocontroller wie den Pico oder ESP32 aus.


Fehlende Bauteile

Wie Raspberry-Pi-Chef Eben Upton in einem Blogbeitrag von Raspberry Pi erklärt, fehle es an alternativen Bezugsquellen für den verbauten Arbeitsspeicher. Die Situation werde durch eine allgemeine Bauteilknappheit erschwert. Um Kosten zu sparen, empfiehlt das Unternehmen, den Bedarf genau zu prüfen und auf Modelle mit weniger RAM oder ältere Platinen zurückzugreifen. Entwickler sollen zudem den Speicherbedarf ihrer Software optimieren.

Bereits im Oktober stiegen die Preise für die 2-Gigabyte-Versionen des Raspberry Pi 4 und 5 um jeweils 12,50 Dollar (etwa 11 Euro). Von den aktuellen Erhöhungen ausgenommen ist der Raspberry Pi 500+. Der Komplett-PC im Tastaturgehäuse behält seinen bisherigen Preis. Zudem warnt der Hersteller vor Händlern, die die Knappheit für überzogene Preise ausnutzen, und verweist auf zertifizierte Verkäufer.

Zwar betont Upton, dass die schwierige Marktlage vorübergehend sei und die Preise bei sinkenden Speicherkosten wieder fallen sollen. Laut einer Prognose von SK Hynix dürfte die Nachfrage das Angebot jedoch noch bis in das Jahr 2030 übersteigen. Das ist auch keine pessimistische Einzelmeinung, denn auch andere Branchenquellen zeichnen ein ähnliches Bild.

Was denkt ihr über die Preisentwicklung beim Raspberry Pi? Steigt ihr für Projekte auf Mikrocontroller oder direkt auf Mini-PCs um? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!