Wahlgeschenk: Anons veröffentlichen Mitgliederdaten der AfD Sachsen
Während die Mitglieder der rechtspopulistischen Partei AfD gestern in Sachsen ihren Einzug ins dortige Landesparlament feierten, wanderten ihre Daten öffentlich ins Netz. Eine Gruppe aus Österreich publizierte die kompletten Mitgliederlisten mehrerer Parteigliederungen.
Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sind die Daten authentisch - das hätten zumindest stichprobenhafte Überprüfungen der Informationen zu prominenteren Mitgliedern ergeben. Enthalten sind jeweils die Namen, Adressen, E-Mail-Kontaktdaten, Geburtsdaten und Telefonnummern. In dem Leak finden sich aber auch eingescannte Mitgliedsanträge und auch Datenschutzvereinbarungen.
Die Veröffentlichung erfolgte durch eine Gruppe, die sich dem Aktivisten-Netzwerk Anonymous zugehörig fühlt. Auf deren Konto gingen in der Vergangenheit schon mehrfach Veröffentlichungen, darunter eine Liste mit den Anschriften tausender Polizisten aus Österreich. Nach eigenen Angaben hätte sich die Gruppe auch Zugang zu jeweils hunderttausenden Datensätzen der GIS, der österreichischen Schwester der GEZ, sowie der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) verschaffen können. Hier verzichtete man allerdings auf eine Veröffentlichung der Daten.
Auf ihrem Twitter-Account machte sich das Team anschließend über die Reaktionen von AfD-Anhängern lustig. "Was ist eigentlich so schlimm an dem AfD-Leak? Ist doch nur ein Telefonbuch, ergänzt um E-Mail und Parteizugehörigkeit. Nothing special!", hieß es dort unter anderem. Und weiter: "Oder werden AfD-Parteimitglieder in Deutschland politisch verfolgt?"
Damit spielte man auf das relativ typische Kommunikations-Verhalten der Unterstützer dieser Partei in Social Networks an. Immer wieder werfen diese dort mit plumpem Rassismus und verschiedensten Verschwörungstheorien um sich. Gibt es Gegenwind, stellen sie sich gern als Opfer hin, deren Meinungsfreiheit eingeschränkt wird.
Offiziell gibt es von der Partei bisher keine Stellungnahme zu dem Leak. Unklar ist bisher auch, wie die Daten zu der Gruppe gerieten. Einiges spricht für eine interne Quelle - es sei denn, bei der Verwaltung der AfD werden Mitglieder-Datenbanken unverschlüsselt auf einem von außen erreichbaren Server gespeichert.
Die Veröffentlichung erfolgte durch eine Gruppe, die sich dem Aktivisten-Netzwerk Anonymous zugehörig fühlt. Auf deren Konto gingen in der Vergangenheit schon mehrfach Veröffentlichungen, darunter eine Liste mit den Anschriften tausender Polizisten aus Österreich. Nach eigenen Angaben hätte sich die Gruppe auch Zugang zu jeweils hunderttausenden Datensätzen der GIS, der österreichischen Schwester der GEZ, sowie der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) verschaffen können. Hier verzichtete man allerdings auf eine Veröffentlichung der Daten.
Auf ihrem Twitter-Account machte sich das Team anschließend über die Reaktionen von AfD-Anhängern lustig. "Was ist eigentlich so schlimm an dem AfD-Leak? Ist doch nur ein Telefonbuch, ergänzt um E-Mail und Parteizugehörigkeit. Nothing special!", hieß es dort unter anderem. Und weiter: "Oder werden AfD-Parteimitglieder in Deutschland politisch verfolgt?"
Damit spielte man auf das relativ typische Kommunikations-Verhalten der Unterstützer dieser Partei in Social Networks an. Immer wieder werfen diese dort mit plumpem Rassismus und verschiedensten Verschwörungstheorien um sich. Gibt es Gegenwind, stellen sie sich gern als Opfer hin, deren Meinungsfreiheit eingeschränkt wird.
Offiziell gibt es von der Partei bisher keine Stellungnahme zu dem Leak. Unklar ist bisher auch, wie die Daten zu der Gruppe gerieten. Einiges spricht für eine interne Quelle - es sei denn, bei der Verwaltung der AfD werden Mitglieder-Datenbanken unverschlüsselt auf einem von außen erreichbaren Server gespeichert.
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Christian Kahle
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