Nach Basketball-Finale: Massiver antisemitischer Ausbruch im Netz
Als Außenseiter konnte Maccabi Tel Aviv aus Israel am Wochenende das Finale in der Basketball-Euroleague gegen Real Madrid für sich entscheiden. Die Folge dessen war ein massiver Ausbruch des Antisemitismus im spanischsprachigen Bereich von Twitter.
Die jüdische Gemeinde in Katalonien hat binnen kurzer Zeit rund 18.000 Tweets registriert, in denen es zu wüsten Beschimpfungen und Drohungen gegen Juden kam. Obwohl die Social Networks inzwischen dafür bekannt sind, immer wieder zur Plattform von Nutzern mit reaktionärem Gedankengut zu werden, sucht eine solche Welle des Hasses dann doch ihresgleichen.
Die gesammelten Tweets wurden inzwischen schon der Staatsanwaltschaft übergeben, berichtete die spanische Tageszeitung El Pais. Die Vertreter der jüdischen Gemeinde haben parallel dazu Klage gegen eine kleine Gruppe von Nutzern eingereicht. "Wir konnten fünf Personen identifizieren, die meisten anderen Nachrichten wurden unter dem Deckmantel der Anonymität veröffentlicht", erklärte Gemeindevorsteher Jai Anguita.
Trotzdem müsse es irgendwo einen Punkt geben, an dem man solche Hetze nicht weiter dulden kann - was für Anguita eine wichtige Lehre aus der Geschichte ist. "Wir können nicht zulassen, dass sich das wie in einem Schnellballsystem ausbreitet", führte der Gemeindevorstand aus. Denn man habe in den letzten Jahren auch im Alltag wieder zunehmende antisemitische Tendenzen registrieren müssen, denen man auf verschiedenen Ebenen entgegentreten müsse.
Die gesammelten Tweets wurden inzwischen schon der Staatsanwaltschaft übergeben, berichtete die spanische Tageszeitung El Pais. Die Vertreter der jüdischen Gemeinde haben parallel dazu Klage gegen eine kleine Gruppe von Nutzern eingereicht. "Wir konnten fünf Personen identifizieren, die meisten anderen Nachrichten wurden unter dem Deckmantel der Anonymität veröffentlicht", erklärte Gemeindevorsteher Jai Anguita.
"Irgendwo muss es eine Grenze geben"
Unterstützung bei der Auswertung der Hasstiraden hatte dieser von anderen jüdischen und antifaschistischen Organisationen in Spanien erhalten. Man hofft, mit der Klage ein Zeichen zu setzen. "Ich bin ein Verfechter der Meinungsfreiheit, aber irgendwo gibt es eine Grenze", so Anguita. Er zeigte durchaus Verständnis dafür, dass viele Äußerungen im Angesicht der Niederlage des eigenen Vereins entstanden und vielleicht auch nicht in aller Heftigkeit so gemeint waren, wie sie letztlich auf Twitter standen.Trotzdem müsse es irgendwo einen Punkt geben, an dem man solche Hetze nicht weiter dulden kann - was für Anguita eine wichtige Lehre aus der Geschichte ist. "Wir können nicht zulassen, dass sich das wie in einem Schnellballsystem ausbreitet", führte der Gemeindevorstand aus. Denn man habe in den letzten Jahren auch im Alltag wieder zunehmende antisemitische Tendenzen registrieren müssen, denen man auf verschiedenen Ebenen entgegentreten müsse.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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