UNO berät über eine präventive Verbannung von "Killer-Robotern"
"Letale autonome Waffen-Systeme" (LAWS), vulgo "Killer-Roboter", sind ein beliebtes Motiv in Science-Fiction-Filmen, doch nun standen sie auf der Tagesordnung der Vereinten Nationen. Die UNO will derartige Waffensysteme verbieten, noch bevor sie überhaupt in die Realität umgesetzt worden sind.
"Stoppt Skynet" und das noch bevor es erfunden worden ist. So oder so ähnlich könnte man die aktuelle Diskussion zum Thema "Killer-Roboter" zusammenfassen. Denn seit gestern führt die UNO mit Diplomaten, Technikern und anderen Experten offizielle Beratungen durch.
Die bis 16. Mai dauernden Gespräche werden in Genf abgehalten und sollen eine Grundlage für ein etwaiges Verbot derartiger Waffen bilden. Wie The Chronicle Herald (via Engadget) berichtet, geht es zunächst darum, zu definieren, was man überhaupt als "Lethal Autonomous Weapon System" bezeichnen kann.
Kritiker derartiger Waffensysteme argumentieren, dass sich Roboter nicht zwangsläufig bzw. konsequent an humanitäre Gesetze halten könnten, insbesondere in kniffligen Situationen: Denn Roboter werden unter Umständen in der Lage sein, "logisch klingende" Dinge zu tun, die aber moralisch falsch sind. Auch stellen sich die Experten die Frage nach der Haftung: Wer wäre für Verbrechen oder Verstöße überhaupt verantwortlich?
Einig waren sich die Teilnehmer aber zumindest in einem Punkt: Sie begrüßten die aktuellen Beratungen, da man nicht früh genug über rechtliche, moralische und ethische Aspekte dieser Zukunftswaffen sprechen könne.
Die bis 16. Mai dauernden Gespräche werden in Genf abgehalten und sollen eine Grundlage für ein etwaiges Verbot derartiger Waffen bilden. Wie The Chronicle Herald (via Engadget) berichtet, geht es zunächst darum, zu definieren, was man überhaupt als "Lethal Autonomous Weapon System" bezeichnen kann.
Ultima Ratio
"Allzu oft reagiert die internationale Gesetzgebung auf Gräueltaten und Leid lediglich nachdem diese passiert sind", sagte Michael Møller, Chef des europäischen UNO-Hauptquartiers in Genf zum Start der Beratungsrunde. Die anwesenden Diplomaten hätten nun die "Gelegenheit, präventiv aktiv zu werden", damit sichergestellt werde, dass die "ultimative Entscheidung, ein Leben zu beenden, fest unter menschlicher Kontrolle bleibt."Kritiker derartiger Waffensysteme argumentieren, dass sich Roboter nicht zwangsläufig bzw. konsequent an humanitäre Gesetze halten könnten, insbesondere in kniffligen Situationen: Denn Roboter werden unter Umständen in der Lage sein, "logisch klingende" Dinge zu tun, die aber moralisch falsch sind. Auch stellen sich die Experten die Frage nach der Haftung: Wer wäre für Verbrechen oder Verstöße überhaupt verantwortlich?
Popkultureller Einfluss
Auf der anderen Seite stehen aber nicht unbedingt klassische "Befürworter" von Killer-Robotern: Vielmehr argumentieren manche, dass eine Vorverurteilung möglicher Zukunftstechnologien der falsche Ansatz sei, auch weil der Begriff zu stark durch die Popkultur (also Filme wie "Terminator") geprägt sei. Das jedenfalls meinte der US-Vertreter Stephen Townley.Einig waren sich die Teilnehmer aber zumindest in einem Punkt: Sie begrüßten die aktuellen Beratungen, da man nicht früh genug über rechtliche, moralische und ethische Aspekte dieser Zukunftswaffen sprechen könne.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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