AnyDVD: Slysoft nun direkt zu Geldstrafe verurteilt
Der Eigner des Software-Unternehmens Slysoft, das für seine Anwendungen zum Kopieren von Film-Datenträgern bekannt geworden ist, hat sein Verfahren gegen die Filmindustrie verloren.
Giancarla Bettini wurde dafür verurteilt, Werkzeuge bereitgestellt zu haben, mit denen sich der Kopierschutz AACS knacken lässt. Dieser kommt bei Blu-ray-Medien zum Einsatz. Aufgrund einer Klage durch die AACS LA, einem Konsortium aus mehreren Hollywood-Studios sowie Microsoft und Intel, muss dieser nun eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Dollar zahlen. Laut dem Urteil muss Bettini in dem Fall, dass er den Betrag nicht aufbringen kann, sogar ins Gefängnis.
"SlySoft hat eindeutig gegen das Gesetz von Antigua verstoßen und das Gericht hat dementsprechend geurteilt", erklärte Bruce Turnbull, Anwalt der AACS LA. Bettini erklärte gegenüber dem Magazin TorrentFreak allerdings, sein Geschäft weiterführen zu wollen. Gemeinsam mit seinem Anwalt habe er bereits Widerspruch gegen das Urteil eingelegt. Weitergehend wollte man die Angelegenheit wegen des nun weiterhin laufenden Verfahrens aber nicht kommentieren.
Die Firma hatte auch hierzulande indirekt für Schlagzeilen gesorgt. Dabei ging es um das Produkt AnyDVD. Dessen Verbreitung ist in Deutschland ebenfalls untersagt, weil es der Umgehung von Kopierschutz-Technologien dient. Die Medienbranche verklagte damals den Heise-Verlag, der im Rahmen seiner Berichterstattung einen Link auf das Tool gesetzt hatte. Nach einem jahrelangen Verfahren über mehrere Instanzen unterlag die Medienindustrie schließlich.
Prozess auf Antigua
Das Verfahren wurde auf dem Inselstaat Antigua geführt, auf dem sich der offizielle Sitz von Slysoft befindet. Die dortige Copyright-Gesetzgebung aus dem Jahr 2003 untersagt bei wohlwollender Auslegung zugunsten der Medienindustrie die Verbreitung von Tools, mit denen Schutzmaßnahmen umgangen werden können. Erstmals seit dem Bestehen des Gesetzes, kam dieses in einem solchen Fall zum Einsatz."SlySoft hat eindeutig gegen das Gesetz von Antigua verstoßen und das Gericht hat dementsprechend geurteilt", erklärte Bruce Turnbull, Anwalt der AACS LA. Bettini erklärte gegenüber dem Magazin TorrentFreak allerdings, sein Geschäft weiterführen zu wollen. Gemeinsam mit seinem Anwalt habe er bereits Widerspruch gegen das Urteil eingelegt. Weitergehend wollte man die Angelegenheit wegen des nun weiterhin laufenden Verfahrens aber nicht kommentieren.
Die Firma hatte auch hierzulande indirekt für Schlagzeilen gesorgt. Dabei ging es um das Produkt AnyDVD. Dessen Verbreitung ist in Deutschland ebenfalls untersagt, weil es der Umgehung von Kopierschutz-Technologien dient. Die Medienbranche verklagte damals den Heise-Verlag, der im Rahmen seiner Berichterstattung einen Link auf das Tool gesetzt hatte. Nach einem jahrelangen Verfahren über mehrere Instanzen unterlag die Medienindustrie schließlich.
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