Zweitgrößter Linux-Distributor bricht zusammen
Einst war es der zweigrößte Linux-Distributor der Welt und sollte sogar Microsoft die Stirn bieten - jetzt ist das chinesische Unternehmen Red Flag Software komplett zusammengebrochen.
Am Wochenende wurde die endgültige Liquidierung der Firma beantragt und sämtliche noch bestehenden Arbeitsverträge gekündigt. Die Beschäftigten sollen ohnehin schon über Monate nicht bezahlt worden sein. Einem Bericht des US-Magazins ZDNet zufolge, sei vor allem Missmanagement für den Niedergang des Unternehmens verantwortlich.
Eigentlich waren die Voraussetzungen gut. Gegründet wurde Red Flag Software Ende 1999. Die Firma erhielt in der Folge massive Unterstützung von der chinesischen Regierung, die ein starkes Interesse daran hatte, über ein eigenes Betriebssystem zu verfügen und nicht vom damals weltweit dominierenden US-Konzern Microsoft abhängig zu sein. In der Folge kamen auch Kooperations-Verträge mit Oracle und Dell zustande, die Server und Desktop-PCs mit dem chinesischen Linux-System auslieferten.
Über mehrere Jahre hinweg entwickelte sich das Unternehmen tatsächlich gut und hatte in Chinas Behörden-Apparat auch treue Großkunden. Im April des letzten Jahres traten Anzeichen finanzieller Schwierigkeiten allerdings offen zu Tage. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals öffentlich, dass Gehälter teils nicht gezahlt wurden. Außerdem musste die Firma ihren eigentlichen Sitz in Peking räumen, da Miete und Versorger-Rechnungen seit einiger Zeit nicht überwiesen wurden.
Aktuell sollen sich rund 150 Beschäftigte von Red Flag zusammengeschlossen haben, um Forderungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro einzuklagen. Sie richten sich dabei auch gegen die Chinesische Akademie der Wissenschaften, aus der die Firma einst hervor ging. Dieser wird vorgeworfen, mit zur aktuellen Situation beigetragen zu haben, indem zugesagte Darlehen in Höhe von 4,8 Millionen Euro nicht gezahlt wurden. Die Akademie hält dem entgegen, dass man sich aus dem Projekt zurückgezogen habe, weil das Missmanagement weitere Zuschüsse unverantwortbar gemacht habe.
Eigentlich waren die Voraussetzungen gut. Gegründet wurde Red Flag Software Ende 1999. Die Firma erhielt in der Folge massive Unterstützung von der chinesischen Regierung, die ein starkes Interesse daran hatte, über ein eigenes Betriebssystem zu verfügen und nicht vom damals weltweit dominierenden US-Konzern Microsoft abhängig zu sein. In der Folge kamen auch Kooperations-Verträge mit Oracle und Dell zustande, die Server und Desktop-PCs mit dem chinesischen Linux-System auslieferten.
Über mehrere Jahre hinweg entwickelte sich das Unternehmen tatsächlich gut und hatte in Chinas Behörden-Apparat auch treue Großkunden. Im April des letzten Jahres traten Anzeichen finanzieller Schwierigkeiten allerdings offen zu Tage. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals öffentlich, dass Gehälter teils nicht gezahlt wurden. Außerdem musste die Firma ihren eigentlichen Sitz in Peking räumen, da Miete und Versorger-Rechnungen seit einiger Zeit nicht überwiesen wurden.
Aktuell sollen sich rund 150 Beschäftigte von Red Flag zusammengeschlossen haben, um Forderungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro einzuklagen. Sie richten sich dabei auch gegen die Chinesische Akademie der Wissenschaften, aus der die Firma einst hervor ging. Dieser wird vorgeworfen, mit zur aktuellen Situation beigetragen zu haben, indem zugesagte Darlehen in Höhe von 4,8 Millionen Euro nicht gezahlt wurden. Die Akademie hält dem entgegen, dass man sich aus dem Projekt zurückgezogen habe, weil das Missmanagement weitere Zuschüsse unverantwortbar gemacht habe.
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Christian Kahle
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