Telekom: G.fast bringt Kupferleitung auf 1,3 Gbit/s
Die Telekom will die Investitionen in den DSL-Nachfolger G.fast deutlich ausweiten. Die Technologie erlaubt es, die Übertragungsgeschwindigkeiten von Kupferhausanschlüssen auf bis zu 1,3 Gbit/s zu steigern.
Auf den letzten Metern
Die Telekom ist sehr daran interessiert, die DSL-Technologie G.fast schnell zur Serienreife zu bringen. Schon seit einer ganzen Weile experimentiert der Telekommunikations-Konzern mit der Technik, die die Leistungsfähigkeit von Kupferhausanschlüssen steigern soll.
Zuletzt war das Verfahren durch die Internationale Fernmeldeunion ITU erfolgreich standardisiert worden. Nach aktuellen Informationen der Wirtschaftswoche soll ein erster Feldversuch jetzt noch in diesem Jahr gestartet werden.
Bisher gelten die herkömmlichen Kupferleitungen auf der sogenannten letzten Meile bis zum Anschluss des Nutzers als echter Flaschenhals in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit. Über 100 Mbit/s waren, ohne das teure Verlegen von Glasfaserkabeln, hier bisher schwer zu erreichen. Die DSL-Technik G.fast, die ursprünglich von Alcatel Lucent und Huawei entwickelt wurde, soll genau diese Grenze bald deutlich nach oben verschieben.
Telekom will Daten-Turbo durch G.fast
Bis zu 1,3 Gbit/s im Labor
G.fast erlaubt es, auf einer kurzen Strecke von nur 100 Metern Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s zu erzielen. In einem Laborversuch konnten die Entwickler Daten über eine Strecke von 70 Metern sogar mit 1,3 Gbit/s durch die Kupferleitungen schicken.
Schon bei 500 Mbit/s würde die neue Übertragungstechnik also eine Beschleunigung um das Fünffache des heute Üblichen erlauben. Mit bisher im Einsatz befindlichen DSL-Techniken wie VDSL und Vectoring werden in der Spitze nur rund 100 Mbit/s erreicht.
Laut Telekom-Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn könnte sogar schon zum anvisierten Marktstart von G.fast im nächsten Jahr noch mehr drin sein: "Einige Hersteller zeigen sich optimistisch, noch höhere Bandbreiten erzielen zu können".
Investition spart Milliarden
Für die Telekom ist der Einsatz von G.fast nicht nur wegen der Beschleunigung des Datenverkehrs auf der letzten Meile interessant. Durch die Investition in die neue Übertagungstechnik könnte der Bonner Konzern auch Milliarden beim Netzausbau einsparen, da der teure Austausch von Kupferkabeln durch Glasfaserkabel zunächst entfällt.
Ursprünglich wollte der Bonner-Konzern die DSL-Anschlüsse von rund 24 Millionen Haushalten bis 2016 mit bekannten Vectoring-Technologien auf 100 Mbit/s beschleunigen, um dann bis 2020 die Glasfaserleitungen direkt bis zu den Kunden zu verlegen. Man darf gespannt sein, wie G.fast jetzt diese Zeitpläne beeinflusst.
Die Telekom ist sehr daran interessiert, die DSL-Technologie G.fast schnell zur Serienreife zu bringen. Schon seit einer ganzen Weile experimentiert der Telekommunikations-Konzern mit der Technik, die die Leistungsfähigkeit von Kupferhausanschlüssen steigern soll.
Zuletzt war das Verfahren durch die Internationale Fernmeldeunion ITU erfolgreich standardisiert worden. Nach aktuellen Informationen der Wirtschaftswoche soll ein erster Feldversuch jetzt noch in diesem Jahr gestartet werden.
Bisher gelten die herkömmlichen Kupferleitungen auf der sogenannten letzten Meile bis zum Anschluss des Nutzers als echter Flaschenhals in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit. Über 100 Mbit/s waren, ohne das teure Verlegen von Glasfaserkabeln, hier bisher schwer zu erreichen. Die DSL-Technik G.fast, die ursprünglich von Alcatel Lucent und Huawei entwickelt wurde, soll genau diese Grenze bald deutlich nach oben verschieben.
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Bis zu 1,3 Gbit/s im Labor
G.fast erlaubt es, auf einer kurzen Strecke von nur 100 Metern Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s zu erzielen. In einem Laborversuch konnten die Entwickler Daten über eine Strecke von 70 Metern sogar mit 1,3 Gbit/s durch die Kupferleitungen schicken.
Schon bei 500 Mbit/s würde die neue Übertragungstechnik also eine Beschleunigung um das Fünffache des heute Üblichen erlauben. Mit bisher im Einsatz befindlichen DSL-Techniken wie VDSL und Vectoring werden in der Spitze nur rund 100 Mbit/s erreicht.
Laut Telekom-Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn könnte sogar schon zum anvisierten Marktstart von G.fast im nächsten Jahr noch mehr drin sein: "Einige Hersteller zeigen sich optimistisch, noch höhere Bandbreiten erzielen zu können".
Investition spart Milliarden
Für die Telekom ist der Einsatz von G.fast nicht nur wegen der Beschleunigung des Datenverkehrs auf der letzten Meile interessant. Durch die Investition in die neue Übertagungstechnik könnte der Bonner Konzern auch Milliarden beim Netzausbau einsparen, da der teure Austausch von Kupferkabeln durch Glasfaserkabel zunächst entfällt.
Ursprünglich wollte der Bonner-Konzern die DSL-Anschlüsse von rund 24 Millionen Haushalten bis 2016 mit bekannten Vectoring-Technologien auf 100 Mbit/s beschleunigen, um dann bis 2020 die Glasfaserleitungen direkt bis zu den Kunden zu verlegen. Man darf gespannt sein, wie G.fast jetzt diese Zeitpläne beeinflusst.
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