Gigabit über Kupferkabel:
Telekom hält weiter an G.fast-Idee fest

Im Idealfall wird Glasfaser bis in die Wohnung verlegt, das ist aber in vielen Gebäuden nicht so leicht möglich. Nach langem Stillschweigen hat die Telekom jetzt wieder über den Ansatz gesprochen, Gigabit-Internet auch über Kupferkabel per G.fast-Technik zu realisieren - aber nur ganz kurz.
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Blick durch das Schlüsselloch der Entwicklungsabteilung

Der Ausbau von Glasfaserleitungen ist eine lange und recht zähe Geschichte. Dabei ist es eine Sache, das Netz bis in den Verteilerkasten auf die moderne Technik umzustellen, aber ein ganz andere, die Leistung dann auch bis in die Wohnung der Verbraucher zu bringen - die berühmte letzte Meile. Die Telekom setzt hier auch auf den Ansatz, alte Leitungen zu nutzen, trotzdem aber Gigabit-Internet bieten zu können. Das hält man vor allem da für interessant, wo Glasfaser im Haus anliegt, die Verkabelung in die Wohnungen aber noch mit Kupfer realisiert wurden.


Jetzt gewährt der Konzern nach etwas längerem Stillschweigen einen kurzen Einblick in die Entwicklungsarbeit der Technik, die unter dem Namen G.fast auch von anderen Telekommunikationsanbietern auf der Welt genutzt wird. In einem kurzen Video, das das Unternehmen auf seinem YouTube-Kanal Telekom-Netz veröffentlicht hat, führt man durch die Kabelversuchsanlage (KVA) in Darmstadt. Hier testet die Telekom unter anderem "alle Router von allen Markenherstellern" auf die Kompatibilität mit dem Netz.

Wichtiger Teil der Arbeit ist aber vor allem die Forschung rund um die Möglichkeiten, hohe Geschwindigkeiten im Kupfernetz zu erreichen. "Stichwort: G.fast. Schließlich wohnt nicht jeder in einem Neubau, der perfekt auf Glasfaser vorbereitet ist", so ein Telekom-Sprecher.

Nach Jahren mal wieder etwas dazu

Wie Golem schreibt, ist das kleine Video aus der Versuchsabteilung des Konzers die erste Meldung seit sehr langer Zeit zu diesem Thema. Die letzten konkreten Aussagen zu arbeiten an G.fast liegen bereits fast fünf Jahre zurück. Die damalige Mitteilung: "Bis Ende des Jahres wissen wir, was wir brauchen, ein Rollout ist geplant." Andere Anbieter setzen G.fast dagegen teilweise schon seit Jahren breit in ihren Netzen ein, so hat unter anderem NetCologne in Köln und M-Net in München die Technik im Einsatz.

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