Dark Mail: Lavabit und Silent Circle schlagen zurück
Silent Circle und Lavabit wollen nach der Schließung ihrer Dienste nicht einfach vor den Überwachungsprogrammen der Geheimdienste kapitulieren, sondern die sichere Kommunikation auf eine neue Stufe heben.
Auf einer Konferenz im kalifornischen Mountain View erklärten die Betreiber der beiden nicht mehr existenten Dienste, sich zur "Dark Mail Alliance" zusammengeschlossen zu haben. Gemeinsam wolle man nun daran arbeiten, "E-Mail, wie wir es kennen, zu ersetzen". Denn der Dienst sei vom Standpunkt des Schutzes der Privatsphäre aus gesehen, völlig kaputt.
E-Mail 1.0 habe mit seinem Jahrzehnte alten Protokoll quasi keinerlei Schutz geboten. Als E-Mail 2.0 könne man hingegen Verfahren ansehen, bei denen die Inhalte verschlüsselt sind. Das Problem liegt hier aber darin, dass auch diese problemlos die Metadaten der Kommunikation offenbaren. Angesichts dessen, dass diese sich leicht analysieren lassen und sehr weitgehende Rückschlüsse auf den Nutzer erlauben, sind diese Informationen für Geheimdienste in der Regel erst einmal viel interessanter als der eigentliche Inhalt der Nachricht.
Daher habe man sich zusammengesetzt und begonnen, eine neue Form von sicherer E-Mail zu entwickeln, die man als Email 3.0 bezeichnen könnte, führten die Beteiligten aus. Das Ziel besteht hier darin, ein komplett verschlüsseltes Kommunikationssystem aufzubauen, bei dem auch die Metadaten für Unbefugte nicht mehr auszuspionieren sind.
Parallel zur Entwicklung des dafür benötigten Protokolls wollen die Partner daran arbeiten, weitere Unterstützer für die Organisation zu finden. Dadurch soll die Technologie auf eine breitere Basis gestellt werden. Außerdem soll die Software komplett als Open Source bereitgestellt und anderen Interessierten geholfen werden, diese in die eigenen Infrastrukturen zu integrieren.
Lavabit betrieb bis vor einiger Zeit einen verschlüsselten E-Mail-Dienst. Der Firmengründer Ladar Levision schaltete diesen jedoch ab, als der Druck durch die Geheimdienste und Gerichte, diesen Zugang zu den Daten zu geben, zu groß wurde. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei vor allem ein Account, den der Whistleblower Edward Snowden nutzte. Silent Circle stellte seinen Dienst angesichts der Veröffentlichungen über die Tätigkeit der NSA ebenfalls ein, da man nicht gewährleisten konnte, in den USA einen sicheren Kommunikationsdienst zu betreiben.
E-Mail 1.0 habe mit seinem Jahrzehnte alten Protokoll quasi keinerlei Schutz geboten. Als E-Mail 2.0 könne man hingegen Verfahren ansehen, bei denen die Inhalte verschlüsselt sind. Das Problem liegt hier aber darin, dass auch diese problemlos die Metadaten der Kommunikation offenbaren. Angesichts dessen, dass diese sich leicht analysieren lassen und sehr weitgehende Rückschlüsse auf den Nutzer erlauben, sind diese Informationen für Geheimdienste in der Regel erst einmal viel interessanter als der eigentliche Inhalt der Nachricht.
Daher habe man sich zusammengesetzt und begonnen, eine neue Form von sicherer E-Mail zu entwickeln, die man als Email 3.0 bezeichnen könnte, führten die Beteiligten aus. Das Ziel besteht hier darin, ein komplett verschlüsseltes Kommunikationssystem aufzubauen, bei dem auch die Metadaten für Unbefugte nicht mehr auszuspionieren sind.
Parallel zur Entwicklung des dafür benötigten Protokolls wollen die Partner daran arbeiten, weitere Unterstützer für die Organisation zu finden. Dadurch soll die Technologie auf eine breitere Basis gestellt werden. Außerdem soll die Software komplett als Open Source bereitgestellt und anderen Interessierten geholfen werden, diese in die eigenen Infrastrukturen zu integrieren.
Lavabit betrieb bis vor einiger Zeit einen verschlüsselten E-Mail-Dienst. Der Firmengründer Ladar Levision schaltete diesen jedoch ab, als der Druck durch die Geheimdienste und Gerichte, diesen Zugang zu den Daten zu geben, zu groß wurde. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei vor allem ein Account, den der Whistleblower Edward Snowden nutzte. Silent Circle stellte seinen Dienst angesichts der Veröffentlichungen über die Tätigkeit der NSA ebenfalls ein, da man nicht gewährleisten konnte, in den USA einen sicheren Kommunikationsdienst zu betreiben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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