Kandidaten online: Kleine Parteien meiden Websites
Die Repräsentanz der Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Netz unterscheidet sich je nach Partei teilweise recht stark. Dabei geht es aber weniger alt gegen neu, sondern groß gegen klein.
"Gerade Direktkandidaten sind auf direkte Kommunikation mit den Wählern in ihren Wahlkreisen angewiesen. Wir wollten wissen, ob es dabei Unterschiede zwischen bestimmten Regionen oder Parteien gibt", erklärte der Leiter der Studie, Andreas Elter von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHKM), die Motivation hinter dem Projekt.
Eine Erkenntnis: Klassische Homepages werden von den Direktkandidaten der sogenannten Volksparteien besonders häufig genutzt. Hier erreichen CDU, CSU und SPD Werte um die 90 Prozent, während FDP, Linke und Piraten diese deutlich seltener nutzen und nur bei etwa 50 Prozent liegen. "Die eigene Website ist für die Kandidaten der großen Parteien deutlich wichtiger als für die Bewerber kleinerer Parteien. Diese gehen andere Wege und lösen sich von klassischen one-to-many-Instrumenten", erläutertes Projektkoordinator Andreas Köhler.
Bei Twitter haben beispielsweise 80 Prozent aller Kandidaten der Piraten einen Account. Die anderen Parteien liegen hier weit abgeschlagen zwischen 30 und 47 Prozent. Die Linke und die CSU sind bei den Twitter-Accounts Schlusslicht.
Das soziale Netzwerk Facebook indes wurde auch von den Kandidaten von CDU, CSU und SPD entdeckt, über 77 Prozent von ihnen haben hier einen Account. Die Piraten lehnen Facebook wegen datenschutzrechtlicher Bedenken aber eher ab, was sich auch in der Präsenz ihrer Direktkandidaten auf dieser Plattform feststellen lässt. Nur 40 Prozent sind dort vertreten.
Erhebliche Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern. Während in Berlin 61 Prozent aller Direktkandidaten einen Twitter-Account haben, sind es in Niedersachsen nur 36 Prozent. Die starke Präsenz der Kandidaten von Stadtstaaten auf sozialen Netzwerken gehe häufig zurück auf Urbanität und dadurch bedingten Lebenswandel, so ein Erklärungsansatz der Forscher.
Eine Erkenntnis: Klassische Homepages werden von den Direktkandidaten der sogenannten Volksparteien besonders häufig genutzt. Hier erreichen CDU, CSU und SPD Werte um die 90 Prozent, während FDP, Linke und Piraten diese deutlich seltener nutzen und nur bei etwa 50 Prozent liegen. "Die eigene Website ist für die Kandidaten der großen Parteien deutlich wichtiger als für die Bewerber kleinerer Parteien. Diese gehen andere Wege und lösen sich von klassischen one-to-many-Instrumenten", erläutertes Projektkoordinator Andreas Köhler.
Bei Twitter haben beispielsweise 80 Prozent aller Kandidaten der Piraten einen Account. Die anderen Parteien liegen hier weit abgeschlagen zwischen 30 und 47 Prozent. Die Linke und die CSU sind bei den Twitter-Accounts Schlusslicht.
Das soziale Netzwerk Facebook indes wurde auch von den Kandidaten von CDU, CSU und SPD entdeckt, über 77 Prozent von ihnen haben hier einen Account. Die Piraten lehnen Facebook wegen datenschutzrechtlicher Bedenken aber eher ab, was sich auch in der Präsenz ihrer Direktkandidaten auf dieser Plattform feststellen lässt. Nur 40 Prozent sind dort vertreten.
Erhebliche Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern. Während in Berlin 61 Prozent aller Direktkandidaten einen Twitter-Account haben, sind es in Niedersachsen nur 36 Prozent. Die starke Präsenz der Kandidaten von Stadtstaaten auf sozialen Netzwerken gehe häufig zurück auf Urbanität und dadurch bedingten Lebenswandel, so ein Erklärungsansatz der Forscher.
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Christian Kahle
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