NSA-Skandal treibt die TOR-Nutzung zu Rekorden
Der aktuelle Überwachungsskandal sorgt dafür, dass Internet-Nutzer zunehmend versuchen, sich besser zu schützen. Der Anonymisierungs-Dienst TOR verzeichnet im Zuge dessen Rekordzugriffe.
Im August ist die Zahl der Nutzer bereits um über das Doppelte angestiegen. Trotzdem, soviel bleibt anzumerken, handelt es sich weiterhin nur um einen Bruchteil der Nutzer, die von der Möglichkeit des Dienstes Gebrauch macht. In den letzten Monaten schwankten die Nutzerzahlen stets um die Marke von rund 500.000 verbundenen Clients. Jetzt ist die Zahl auf rund 1,4 Millionen nach oben gegangen.
Grundsätzlich könnte der Peak auch aus etwas anderem als einem gestiegenen Sicherheitsbewusstsein der Nutzer herrühren. Denkbar wäre beispielsweise, dass ein Botnetz den Anstieg verursacht. Allerdings ist dies relativ unwahrscheinlich, wenn man sich die Verteilung auf einzelne Länder anschaut. Denn das Wachstum verteilt sich weltweit.
Aus den USA, Großbritannien und Deutschland haben sich die Zugriffszahlen beispielsweise ebenfalls etwa verdoppelt. Hierzulande sind nach rund 450.000 inzwischen jeweils rund 880.000 Clients mit dem TOR-Netzwerk verbunden. In Indien und Brasilien wurden hingegen mit 426 beziehungsweise 566 Prozent die stärksten Steigerungen verzeichnet.
TOR arbeitet im Grunde wie eine ganze Serie von hintereinander geschalteten Proxy-Servern. Die Datenpakete eines Anwenders werden hier über mehrere Knoten weltweit geleitet, bevor sie an irgendeinem Ausgangspunkt wieder ins normale Netz gespeist werden. Dadurch wird es erheblich erschwert, nachzuvollziehen, welche Webseiten ein Anwender beispielsweise besucht.
Angesichts dessen, dass der größte Umfang der von den Geheimdiensten analysierten Informationen Metadaten über das Verhalten von Anwendern sind, stellt solch ein Anonymisierungsdienst im Grund den wirksamsten Basis-Schutz vor einer Überwachung dar - noch klar vor der vielfach beworbenen Verschlüsselung von Kommunikationswegen.
Grundsätzlich könnte der Peak auch aus etwas anderem als einem gestiegenen Sicherheitsbewusstsein der Nutzer herrühren. Denkbar wäre beispielsweise, dass ein Botnetz den Anstieg verursacht. Allerdings ist dies relativ unwahrscheinlich, wenn man sich die Verteilung auf einzelne Länder anschaut. Denn das Wachstum verteilt sich weltweit.
Aus den USA, Großbritannien und Deutschland haben sich die Zugriffszahlen beispielsweise ebenfalls etwa verdoppelt. Hierzulande sind nach rund 450.000 inzwischen jeweils rund 880.000 Clients mit dem TOR-Netzwerk verbunden. In Indien und Brasilien wurden hingegen mit 426 beziehungsweise 566 Prozent die stärksten Steigerungen verzeichnet.
TOR arbeitet im Grunde wie eine ganze Serie von hintereinander geschalteten Proxy-Servern. Die Datenpakete eines Anwenders werden hier über mehrere Knoten weltweit geleitet, bevor sie an irgendeinem Ausgangspunkt wieder ins normale Netz gespeist werden. Dadurch wird es erheblich erschwert, nachzuvollziehen, welche Webseiten ein Anwender beispielsweise besucht.
Angesichts dessen, dass der größte Umfang der von den Geheimdiensten analysierten Informationen Metadaten über das Verhalten von Anwendern sind, stellt solch ein Anonymisierungsdienst im Grund den wirksamsten Basis-Schutz vor einer Überwachung dar - noch klar vor der vielfach beworbenen Verschlüsselung von Kommunikationswegen.
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Christian Kahle
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