Militärgericht nennt Strafmaß für Bradley Manning
Die US-Militärjustiz hat soeben das Strafmaß für den Whistleblower Bradley Manning bekannt gegeben. Dieses beläuft sich laut Richterin Denise Lind auf eine Gefängnisstrafe von 35 Jahren.
Manning wurde in dem Verfahren bereits vor einigen Tagen in vielen Anklagepunkten für schuldig befunden. Lediglich der Vorwurf der Spionage und der Unterstützung des Feindes, der zur Verhängung der Todesstrafe führen kann, wurde fallengelassen. Die Ankläger hatten in ihrem Schlussplädoyer eine Haftdauer von 60 Jahren beantragt.
Die Verurteilung ist auch mit einer Degradierung verbunden, wodurch seine Bezüge entsprechend geringer ausfallen. Auch die unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst ist obligatorisch. Auf die Haftstrafe wird die lange Untersuchungshaft von dreieinhalb Jahren angerechnet. Er wird - so es nicht zu einer vorzeitigen Entlassung kommt - also voraussichtlich in über 31 Jahren wieder in Freiheit kommen. Der früheste Zeitpunkt für eine Begnadigung wäre in acht Jahren - der Verurteilte wäre dann 33 Jahre alt.
Manning war vor einigen Jahren als Analyst bei den Nachrichtenabteilungen des US-Militärs im Irak tätig. Dort hatte er Zugang zu einer Reihe von Netzwerken von Regierungsstellen der USA. Aus diesen soll er die Kriegstagebücher der US-Truppen in Afghanistan und im Irak sowie Depeschen der US-Botschaften ans Außenministerium kopiert und an die Plattform Wikileaks weitergegeben haben. Auch das unter dem Titel "Collateral Murder" bekannt gewordene Video aus den Bordkameras eines Kampfhubschraubers, der im Irak mehrere Zivilisten, darunter zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters tötete, soll von ihm stammen.
Noch im Gerichtssaal riefen einige Unterstützer Manning zu, sich weiterhin für seine Freilassung einsetzten zu wollen. Kritik am Urteil kam unter anderem von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU. Es sei falsch, erklärte diese in einer ersten Stellungnahme, dass jemand, der Informationen mit der Öffentlichkeit teilt, härter bestraft wird als jene, die Gefangene folterten und Zivilisten töteten. Die isländische Abgeordnete Birgitta Jonsdottir, die selbst für Wikileaks tätig war, erklärte, dass Manning keinen fairen Prozess erhalten habe, sondern seine Schuld faktisch schon im Vorfeld feststand.
Die Verurteilung ist auch mit einer Degradierung verbunden, wodurch seine Bezüge entsprechend geringer ausfallen. Auch die unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst ist obligatorisch. Auf die Haftstrafe wird die lange Untersuchungshaft von dreieinhalb Jahren angerechnet. Er wird - so es nicht zu einer vorzeitigen Entlassung kommt - also voraussichtlich in über 31 Jahren wieder in Freiheit kommen. Der früheste Zeitpunkt für eine Begnadigung wäre in acht Jahren - der Verurteilte wäre dann 33 Jahre alt.
Manning war vor einigen Jahren als Analyst bei den Nachrichtenabteilungen des US-Militärs im Irak tätig. Dort hatte er Zugang zu einer Reihe von Netzwerken von Regierungsstellen der USA. Aus diesen soll er die Kriegstagebücher der US-Truppen in Afghanistan und im Irak sowie Depeschen der US-Botschaften ans Außenministerium kopiert und an die Plattform Wikileaks weitergegeben haben. Auch das unter dem Titel "Collateral Murder" bekannt gewordene Video aus den Bordkameras eines Kampfhubschraubers, der im Irak mehrere Zivilisten, darunter zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters tötete, soll von ihm stammen.
Noch im Gerichtssaal riefen einige Unterstützer Manning zu, sich weiterhin für seine Freilassung einsetzten zu wollen. Kritik am Urteil kam unter anderem von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU. Es sei falsch, erklärte diese in einer ersten Stellungnahme, dass jemand, der Informationen mit der Öffentlichkeit teilt, härter bestraft wird als jene, die Gefangene folterten und Zivilisten töteten. Die isländische Abgeordnete Birgitta Jonsdottir, die selbst für Wikileaks tätig war, erklärte, dass Manning keinen fairen Prozess erhalten habe, sondern seine Schuld faktisch schon im Vorfeld feststand.
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Christian Kahle
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