Google kontert LSR, will von Verlagen Bestätigung

In etwas mehr als einem Monat, am 1. August 2013, tritt das so genannte Leistungsschutzrecht, kurz LSR, in Deutschland in Kraft. Das Gesetz richtet sich vor allem gegen Google News, der Suchmaschinenriese hat nun reagiert und das recht deutlich.
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Entweder ihr wollt bei uns aufscheinen und die zusätzlichen Zugriffe bekommen oder eben nicht. Das ist die simple, aber recht deutliche Reaktion des kalifornischen Unternehmens auf das Mitte Mai auf Druck der Verlage beschlossene Leistungsschutzrecht.

Wie Caschy unter Berufung auf einen offiziellen Google-Blogbeitrag berichtet, müssen Medien und Verlage vor dem Inkrafttreten des LSR ihre explizite Zustimmung geben, dass sie auf Google News unentgeltlich aufscheinen wollen. Wer nicht zustimmt, fliegt Anfang August automatisch bei Google News raus.

Gerrit Rabenstein, Strategic Partner Development Manager Google Deutschland, schreibt dazu: "Im Lichte dieser Entwicklung und vor dem Hintergrund der rechtlichen Unsicherheit, die von dem Gesetz ausgeht, haben wir ein neues Bestätigungssystem eingeführt", so Rabenstein. "Mit diesem bieten wir deutschen Verlagen eine weitere Möglichkeit, uns mitzuteilen, ob ihre Inhalte (weiterhin) bei Google News angezeigt werden sollen." Google hat dazu auch eine offizielle FAQ-Seite eingerichtet. Google News FreigabeGoogle verlangt eine explizite Bestätigung, dass man auch weiterhin bei Google News aufscheinen will Beim LSR geht es im Wesentlichen darum, dass die Verleger von Anbietern wie Google Geld für kurze Text-Ausschnitte wollen. Man argumentiert, dass Google ein Geschäft mit den Inhalten anderer mache. Kernfrage des Streits ist allerdings jene, ob die Verleger durch die Besucher, die über Google News kommen, nicht genauso profitieren.

Bisher war es unklar, wie Google auf das von vielen Seiten kritisierte Gesetz reagieren würde. Im Raum stand auch die Drohung, alle Inhalte der Verlage aus Google News zu werfen. Nun geht man einen Weg, mit dem Google laut Zeit Online "möglicherweise" einen Schritt auf die Verleger zugeht. Dort sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck, dass man dadurch die Offenheit von Google News bewahrt und gleichzeitig "Rechtssicherheit für Blogger, Journalisten und Verlage" schaffe.

Siehe auch: LSR - Google droht großen Verlagen mit Rauswurf
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