Schmidt: Google hat Pflicht, wenig Steuern zu zahlen
Eric Schmidt, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Google, verteidigt kurz vor dem G8-Gipfel in Nordirland die Steuersparstrategie seines Konzerns. Für diese musste das Unternehmen zuletzt viel Kritik einstecken.
Mit dem Blick auf das Thema "Steueroasen", das bei der Tagung eine zentrale Rolle spielen wird, stellt Schmidt klar: "Google zahlt die Steuern, zu denen das Unternehmen juristisch verpflichtet ist. Wenn sich Gesetze ändern, werden wir das akzeptieren", sagte der Topmanager im Interview mit der Wochenzeitung 'Zeit' (heutige Ausgabe).
"Wir sind ein amerikanisches Unternehmen. Wir haben eine finanzielle Verantwortung gegenüber unseren Aktionären. Wie sollte ich es denn verbuchen, wenn wir mehr Steuern zahlen würden, als wir müssten - etwa als Spende? Oder sollen wir uns in den USA verklagen lassen, weil wir einer Regierung mehr zahlen als nötig?", führte Schmidt das Dilemma aus.
In den vergangenen Monaten waren Google und andere US-amerikanische Unternehmen aus der IT-Branche europaweit dafür kritisiert worden, ihre Einnahmen geschickt über Ländergrenzen zu verschieben und so ihre Steuerlast zu drücken.
Den Vorwurf, Geld gezielt in Steueroasen unterzubringen, wies Schmidt zurück. "Wir bunkern kein Geld in Steuerparadiesen! Wir bewegen uns im europäischen Steuersystem. Unterschiedliche Länder in der EU haben unterschiedliche Steuersätze. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich nicht zu beurteilen", sagte der Manager.
In der gesamten Frage sieht er sein Unternehmen nicht in der Verantwortung, selbst die Initiative zu ergreifen, will aber wohl auch keine Lobbyarbeit zur Verhinderung einer Anpassung der Gesetze betreiben. "Aber es überrascht mich auch nicht, dass das zu solchen Phänomenen führt. Wir wünschen Europa eine gesunde Diskussion und werden jedes Ergebnis akzeptieren. Wir möchten nur, dass das Steuerrecht vernünftig ist, sodass wir es verstehen und befolgen können", sagte Schmidt.
"Wir sind ein amerikanisches Unternehmen. Wir haben eine finanzielle Verantwortung gegenüber unseren Aktionären. Wie sollte ich es denn verbuchen, wenn wir mehr Steuern zahlen würden, als wir müssten - etwa als Spende? Oder sollen wir uns in den USA verklagen lassen, weil wir einer Regierung mehr zahlen als nötig?", führte Schmidt das Dilemma aus.
In den vergangenen Monaten waren Google und andere US-amerikanische Unternehmen aus der IT-Branche europaweit dafür kritisiert worden, ihre Einnahmen geschickt über Ländergrenzen zu verschieben und so ihre Steuerlast zu drücken.
Den Vorwurf, Geld gezielt in Steueroasen unterzubringen, wies Schmidt zurück. "Wir bunkern kein Geld in Steuerparadiesen! Wir bewegen uns im europäischen Steuersystem. Unterschiedliche Länder in der EU haben unterschiedliche Steuersätze. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich nicht zu beurteilen", sagte der Manager.
In der gesamten Frage sieht er sein Unternehmen nicht in der Verantwortung, selbst die Initiative zu ergreifen, will aber wohl auch keine Lobbyarbeit zur Verhinderung einer Anpassung der Gesetze betreiben. "Aber es überrascht mich auch nicht, dass das zu solchen Phänomenen führt. Wir wünschen Europa eine gesunde Diskussion und werden jedes Ergebnis akzeptieren. Wir möchten nur, dass das Steuerrecht vernünftig ist, sodass wir es verstehen und befolgen können", sagte Schmidt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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