Online-Dating bringt bessere Beziehungen hervor
Seit fast 20 Jahren gehen Menschen inzwischen auch online auf die Suche nach Lebenspartnern und an der University of Chicago in Illinois sah man die Zeit gekommen, die Festigkeit entsprechender Beziehungen zu untersuchen.
Denn lange wurde schon Freundschaften, die über das Netz entstanden, nachgesagt, es nicht mit Bekanntschaften aufnehmen zu können, die auf traditionellem Weg entstanden. Angesichts des sehr schnelllebigen digitalen Lebens sollte dies erst recht für Beziehungen gelten. Eine Fehlannahme, wie sich nun auch mit wissenschaftlichen Daten belegen lässt.
Angesichts von Millionen Nutzern, die bei den zahlreichen Dating-Plattformen registriert sind und diese Communitys zu einem der stabilsten Geschäftsmodelle machen, war jetzt auch eine ausreichend große Menge an Menschen für klassische empirische Untersuchungen vorhanden. Und bei diesen zeigte sich, dass bei Ehepaaren, die sich online gefunden haben, die Scheidungsrate sogar etwas geringer ist, als bei Menschen, die sich klassisch in einer Bar oder auf einer Party kennenlernten.
Auch äußerten diese sich im Durchschnitt etwas zufriedener mit ihrer momentanen Lebenssituation. Diese Erkenntnisse hielten auch stand, nachdem Statistiker die Datenbasis so angepasst hatten, dass sie mit dem demographischen Bevölkerungsquerschnitt in den USA deckungsgleich war.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. So merkte Harry Reis, ein Psychologe von der University of Rochester in New York an, dass verschiedene Faktoren noch nicht berücksichtigt wurden. So prüfte man beispielsweise nicht, ob die Verteilung von verschiedenen Faktoren, die sich negativ auf Beziehungen auswirken, ebenfalls mit dem Bevölkerungsschnitt vergleichbar waren. Hierzu gehören beispielsweise der Gesundheitsstatus, der Drogen- und Alkoholkonsum oder die Motivation, eine Beziehung einzugehen.
Zwar ist angesichts der Breite der befragten Gruppe nicht unbedingt davon auszugehen, dass sich diese Faktoren wesentlich vom Bevölkerungsmittel unterscheiden - vom wissenschaftlichen Standpunkt aus müsste dies aber ebenfalls ordentlich geprüft werden. Für Reis sind die Ergebnisse der Untersuchung somit zwar nicht hinfällig, die noch ausgeklammerten Punkte böten aber Raum für weitergehende Studien.
Angesichts von Millionen Nutzern, die bei den zahlreichen Dating-Plattformen registriert sind und diese Communitys zu einem der stabilsten Geschäftsmodelle machen, war jetzt auch eine ausreichend große Menge an Menschen für klassische empirische Untersuchungen vorhanden. Und bei diesen zeigte sich, dass bei Ehepaaren, die sich online gefunden haben, die Scheidungsrate sogar etwas geringer ist, als bei Menschen, die sich klassisch in einer Bar oder auf einer Party kennenlernten.
Auch äußerten diese sich im Durchschnitt etwas zufriedener mit ihrer momentanen Lebenssituation. Diese Erkenntnisse hielten auch stand, nachdem Statistiker die Datenbasis so angepasst hatten, dass sie mit dem demographischen Bevölkerungsquerschnitt in den USA deckungsgleich war.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. So merkte Harry Reis, ein Psychologe von der University of Rochester in New York an, dass verschiedene Faktoren noch nicht berücksichtigt wurden. So prüfte man beispielsweise nicht, ob die Verteilung von verschiedenen Faktoren, die sich negativ auf Beziehungen auswirken, ebenfalls mit dem Bevölkerungsschnitt vergleichbar waren. Hierzu gehören beispielsweise der Gesundheitsstatus, der Drogen- und Alkoholkonsum oder die Motivation, eine Beziehung einzugehen.
Zwar ist angesichts der Breite der befragten Gruppe nicht unbedingt davon auszugehen, dass sich diese Faktoren wesentlich vom Bevölkerungsmittel unterscheiden - vom wissenschaftlichen Standpunkt aus müsste dies aber ebenfalls ordentlich geprüft werden. Für Reis sind die Ergebnisse der Untersuchung somit zwar nicht hinfällig, die noch ausgeklammerten Punkte böten aber Raum für weitergehende Studien.
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Christian Kahle
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