Vodafone und Unitymedia drosseln nicht (Update)
Die gestrige Ankündigung der Deutschen Telekom, künftig ab dem Erreichen einer bestimmten genutzten Datenmenge den DSL-Anschluss des Nutzers signifikant zu drosseln, hat sowohl "Nachahmer" als auch Gegner bei der Konkurrenz gefunden.
Auch wenn es noch ein wenig dauern wird (2016), bis die Telekom ihre Ankündigung in die Praxis umsetzt: Die gestrige Bekanntgabe hat hohe Wellen geschlagen. Dabei stellen sich die Mitbewerber die Frage: Ist die Telekom Vorbild oder abschreckendes Beispiel? Die Antwort lautet: beides.
Siehe auch: Deutsche Telekom führt ab Mai DSL-Drosselung ein
Denn es gibt (scheinbar) sowohl Konkurrenten, die es genauso machen wollen, als auch jene, die betonen, dass sich bei ihnen nichts ändern wird und auch künftig keine Limits gesetzt würden. In die erste Kategorie fällt offenbar Mobilnetz-Betreiber Vodafone: Nach Informationen von Netzpolitik.org (via Caschy) will die Telekom möglichst viele Marktteilnehmer davon überzeugen, bei der Abschaffung der Flatrate mitzuziehen, derzeit sollen entsprechende Verhandlungen laufen.
Und im Falle von Vodafone soll das auch gelungen sein, das Unternehmen soll demnächst ebenfalls eine derartige Beschränkung bzw. in weiterer Folge Drosselung ankündigen. Sollte das stimmen, dann gilt das nicht für das Mobilfunknetz (dort sind Internet-Limits ja das inzwischen grundlegende Geschäftsmodell), sondern für den 2009 übernommenen Provider Arcor.
Eine erste Absage kam dagegen aus dem Kabel-Lager: Der zum US-Unternehmen Liberty Global gehörende deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia/Kabel BW hat gegenüber Golem mitgeteilt, dass man keinerlei Drosselungen plant. Sogar im Gegenteil: Der Kabelnetzanbieter hat sogar deutlich höhere Downloadgeschwindigkeiten in Aussicht gestellt, künftig sollen über die Unitymedia-Netze bis zu 400 Mbit/s möglich sein und das eben ohne etwaige Drosselung.
Wo Deutschlands größter Kabelanbieter Kabel Deutschland steht, ist derzeit unklar und wird sich wohl nicht so schnell ergeben. Denn derzeit haben zwei Unternehmen Interesse an einer Übernahme: Liberty Global und Vodafone. Und wie diese Unternehmen zum Drosselungsthema stehen, ist oben zu lesen.
Update 14.25 Uhr: Vodafone hat mittlerweile per Twitter bestritten, dass man Drosselungspläne verfolgt. Der genaue Wortlaut von @vodafone_de: "Aktuell haben wir keine Pläne, die DSL-Geschwindigkeit unserer Kunden nach bestimmtem Verbrauch zu #drosseln @netzpolitik #drosselung".
Siehe auch: Senf dazu - Digitales Zeitalter? Nicht mit der Telekom!
Siehe auch: Deutsche Telekom führt ab Mai DSL-Drosselung ein
Denn es gibt (scheinbar) sowohl Konkurrenten, die es genauso machen wollen, als auch jene, die betonen, dass sich bei ihnen nichts ändern wird und auch künftig keine Limits gesetzt würden. In die erste Kategorie fällt offenbar Mobilnetz-Betreiber Vodafone: Nach Informationen von Netzpolitik.org (via Caschy) will die Telekom möglichst viele Marktteilnehmer davon überzeugen, bei der Abschaffung der Flatrate mitzuziehen, derzeit sollen entsprechende Verhandlungen laufen.
Und im Falle von Vodafone soll das auch gelungen sein, das Unternehmen soll demnächst ebenfalls eine derartige Beschränkung bzw. in weiterer Folge Drosselung ankündigen. Sollte das stimmen, dann gilt das nicht für das Mobilfunknetz (dort sind Internet-Limits ja das inzwischen grundlegende Geschäftsmodell), sondern für den 2009 übernommenen Provider Arcor.
Eine erste Absage kam dagegen aus dem Kabel-Lager: Der zum US-Unternehmen Liberty Global gehörende deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia/Kabel BW hat gegenüber Golem mitgeteilt, dass man keinerlei Drosselungen plant. Sogar im Gegenteil: Der Kabelnetzanbieter hat sogar deutlich höhere Downloadgeschwindigkeiten in Aussicht gestellt, künftig sollen über die Unitymedia-Netze bis zu 400 Mbit/s möglich sein und das eben ohne etwaige Drosselung.
Wo Deutschlands größter Kabelanbieter Kabel Deutschland steht, ist derzeit unklar und wird sich wohl nicht so schnell ergeben. Denn derzeit haben zwei Unternehmen Interesse an einer Übernahme: Liberty Global und Vodafone. Und wie diese Unternehmen zum Drosselungsthema stehen, ist oben zu lesen.
Update 14.25 Uhr: Vodafone hat mittlerweile per Twitter bestritten, dass man Drosselungspläne verfolgt. Der genaue Wortlaut von @vodafone_de: "Aktuell haben wir keine Pläne, die DSL-Geschwindigkeit unserer Kunden nach bestimmtem Verbrauch zu #drosseln @netzpolitik #drosselung".
Siehe auch: Senf dazu - Digitales Zeitalter? Nicht mit der Telekom!
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