Digitale Medien kosten Wirtschaft 500 Mrd. € im Jahr
Die zunehmende Nutzung sozialer Medien auch während der Arbeitszeit führt angeblich zu signifikanten Schäden. Das sollen zumindest Berechnungen des Provider-Branchenverbandes Eco ergeben.
Der Produktivitätsverlust durch die permanente Ablenkung E-Mails, Instant Messages, Facebook, Twitter & Co. koste die Weltwirtschaft demnach rund 500 Milliarden Euro pro Jahr. "Der Konzentrationsverlust durch Ablenkungssucht hat mittlerweile eine Schwelle erreicht, in der er die Vorteile der elektronischen Kommunikation zu überwiegen beginnt", so Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa.
Der Produktivitätsverlust durch ständige digitale Störungen an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz wurde auf dem Kongress mit über 12.000 Euro jährlich beziffert. "Die Unternehmen sind gefordert, neue betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die digitale Kommunikation nicht vom Segen zum Fluch entwickelt", warnte Summa.
Viele Konzerne hätten die Gefahr - die nicht nur durch vergeudete Arbeitszeit besteht - bereits erkannt und steuerten dagegen, beispielsweise mit Regeln wie "keine E-Mails nach Feierabend". Aber auch die mittelständische Wirtschaft sollte beginnen, mit pragmatischen Regeln der Überinformation der Mitarbeiter einen Riegel vorzuschieben. "Die Firmen müssen Verantwortung für den E-Müll in ihren Betrieben übernehmen, um dem Konzentrationsverlust und letztlich dem drohenden Burn-out in der Arbeitnehmerschaft vorzubeugen", erklärte der Eco-Chef.
Wenn Firmen darauf hinwirken, dass ihre Beschäftigten digitale Medien nur in Maßen nutzen, sorgen sie laut dem Verband auch für gesündere Mitarbeiter mit weniger Ausfällen. Schon heute kämen in jeder dritten Scheidungsklage die Worte Smartphone und Facebook vor, hieß es auf dem Jahreskongress des Eco in Köln.
Erstaunen löste auf der Veranstaltung auch die Modellrechnung aus, wonach ein 75jähriger rechnerisch rund acht Monate seines Lebens allein mit dem Sichten und Löschen von E-Mails zugebracht hat. Das ist allerdings noch wenig im Vergleich zu den sechs Lebensjahren, die er sich - zumindest rechnerisch - in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgehalten hat. Zum Vergleich: 23 Jahre seines Lebens hat der 75jährige verschlafen, auf 14 Tage summieren sich die Küsse, die er im Laufe der 75 Jahre den Menschen geschenkt hat, die er liebt, hieß es.
Der Produktivitätsverlust durch ständige digitale Störungen an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz wurde auf dem Kongress mit über 12.000 Euro jährlich beziffert. "Die Unternehmen sind gefordert, neue betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die digitale Kommunikation nicht vom Segen zum Fluch entwickelt", warnte Summa.
Viele Konzerne hätten die Gefahr - die nicht nur durch vergeudete Arbeitszeit besteht - bereits erkannt und steuerten dagegen, beispielsweise mit Regeln wie "keine E-Mails nach Feierabend". Aber auch die mittelständische Wirtschaft sollte beginnen, mit pragmatischen Regeln der Überinformation der Mitarbeiter einen Riegel vorzuschieben. "Die Firmen müssen Verantwortung für den E-Müll in ihren Betrieben übernehmen, um dem Konzentrationsverlust und letztlich dem drohenden Burn-out in der Arbeitnehmerschaft vorzubeugen", erklärte der Eco-Chef.
Wenn Firmen darauf hinwirken, dass ihre Beschäftigten digitale Medien nur in Maßen nutzen, sorgen sie laut dem Verband auch für gesündere Mitarbeiter mit weniger Ausfällen. Schon heute kämen in jeder dritten Scheidungsklage die Worte Smartphone und Facebook vor, hieß es auf dem Jahreskongress des Eco in Köln.
Erstaunen löste auf der Veranstaltung auch die Modellrechnung aus, wonach ein 75jähriger rechnerisch rund acht Monate seines Lebens allein mit dem Sichten und Löschen von E-Mails zugebracht hat. Das ist allerdings noch wenig im Vergleich zu den sechs Lebensjahren, die er sich - zumindest rechnerisch - in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgehalten hat. Zum Vergleich: 23 Jahre seines Lebens hat der 75jährige verschlafen, auf 14 Tage summieren sich die Küsse, die er im Laufe der 75 Jahre den Menschen geschenkt hat, die er liebt, hieß es.
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Christian Kahle
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