iCloud: Apple löscht offenbar kommentarlos E-Mails
In Apples iCloud-Dienst sorgen schlecht konfigurierte Spam- und Malware-Filter offenbar dafür, dass willkürlich auch Nachrichten von Nutzern einfach ohne weitere Warnung gelöscht werden.
Das Problem ist deshalb besonders delikat, weil auch hier wieder Apples tief sitzende Scheu vor pornographischen Inhalten auf den konzerneigenen Plattformen durchzubrechen scheint. Diesen Anschein erweckt zumindest der Fall eines Drehbuch-Autors, der die Löschung der E-Mails nun entdeckte und weiter untersuchte, berichtete das US-Magazin 'InfoWorld'.
Demnach versuchte er kürzlich, über seinen iCloud-Account ein Skript per E-Mail an einen Produzenten zu schicken. Die Nachricht kam bei diesem aber nicht an. Auch mehrmalige Versuche scheiterten, ebenso wie der Versand einer komprimierten Form des Anhangs. Dann allerdings setzte der Drehbuchautor ein verschlüsseltes Kompressionsverfahren ein und die E-Mail kam plötzlich mit dem Hinweis an den Empfänger an, dass kein Virentest durchgeführt werden konnte.
Also lag es nahe, dass die Löschung der E-Mail in den iCloud-Systemen wegen des angehängten Drehbuches erfolgte. Der Nutzer begann daraufhin, dieses immer weiter aufzuteilen, um herauszubekommen, welcher Teil die Filter in dem Apple-Dienst anspringen lässt. Letztlich stellte sich heraus, dass wohl eine Stelle, an der in der Szenenbeschreibung eine auf einem Bildschirm geöffnete Pornoseite beschrieben wurde, das Problem darstellte. Wurde diese geändert, konnte das ganze Skript wieder problemlos verschickt werden.
Dies legt die Vermutung nahe, dass Apple die über seine Systeme verschickten Nachrichten nicht nur nach Malware untersucht, sondern zum Teil auch missliebige Inhalte ausfiltert - und sei es eventuell nur, weil angenommen wird, dass bestimmte Redewendungen quasi nur in Spam vorkommen. Schwierig wird eine solche Maßnahme eben dann, wenn die Nachrichten kommentarlos gelöscht und nicht beispielsweise Markiert oder in einen passenden Ordner wegsortiert werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens steht bisher noch aus.
Demnach versuchte er kürzlich, über seinen iCloud-Account ein Skript per E-Mail an einen Produzenten zu schicken. Die Nachricht kam bei diesem aber nicht an. Auch mehrmalige Versuche scheiterten, ebenso wie der Versand einer komprimierten Form des Anhangs. Dann allerdings setzte der Drehbuchautor ein verschlüsseltes Kompressionsverfahren ein und die E-Mail kam plötzlich mit dem Hinweis an den Empfänger an, dass kein Virentest durchgeführt werden konnte.
Also lag es nahe, dass die Löschung der E-Mail in den iCloud-Systemen wegen des angehängten Drehbuches erfolgte. Der Nutzer begann daraufhin, dieses immer weiter aufzuteilen, um herauszubekommen, welcher Teil die Filter in dem Apple-Dienst anspringen lässt. Letztlich stellte sich heraus, dass wohl eine Stelle, an der in der Szenenbeschreibung eine auf einem Bildschirm geöffnete Pornoseite beschrieben wurde, das Problem darstellte. Wurde diese geändert, konnte das ganze Skript wieder problemlos verschickt werden.
Dies legt die Vermutung nahe, dass Apple die über seine Systeme verschickten Nachrichten nicht nur nach Malware untersucht, sondern zum Teil auch missliebige Inhalte ausfiltert - und sei es eventuell nur, weil angenommen wird, dass bestimmte Redewendungen quasi nur in Spam vorkommen. Schwierig wird eine solche Maßnahme eben dann, wenn die Nachrichten kommentarlos gelöscht und nicht beispielsweise Markiert oder in einen passenden Ordner wegsortiert werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens steht bisher noch aus.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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