Niedersachsen: Neubau der Landes-IT gescheitert
In Niedersachsen ist nun wenige Wochen vor der im Januar stattfindenden Landtagswahl eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte der aktuellen Regierung für gescheitert erklärt worden.
Das Ziel bestand in einer Modernisierung der gesamten Telekommunikations-Infrastruktur der niedersächsischen Verwaltung. Mit dem Projekt wurde im Jahr 2009 die EWE Tel, eine Tochter des Oldenburgischen Energieversorgers EWE, beauftragt. Diese konnte es letztlich allerdings nicht umsetzen, berichtet das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' in seiner heutigen Ausgabe.
Für rund 164 Millionen Euro sollten den Angaben zufolge die Sprach- und Datenverbindungen in einem neuen Landesnetz zusammengeführt werden. Die Arbeiten kamen aber lange nicht voran und wiederholt gab es technische Probleme. Schwierigkeiten gab es zuletzt, als ausgerechnet der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie per Fax nicht mehr zu erreichen war. Daraufhin wurde der weitere Umbau zunächst gestoppt.
Am vergangenen Freitag einigten sich das Land und EWE Tel nun darauf, den Vertrag in großen Teilen aufzulösen. Das hatte seine Ursache nicht zuletzt auch darin, dass durch die Verzögerungen in der Umsetzung mittlerweile viele ursprünglich vereinbarte technische Anforderungen veraltet sind.
Nach Einschätzung von Insidern war das Unternehmen mit der Aufgabe, die Telekommunikations-Infrastruktur komplett zu modernisieren, schlicht überfordert. Insofern dürfte sich nun die Frage stellen, ob nicht schon die Vergabe des Auftrages an das Unternehmen so nicht hätte stattfinden dürfen. Aktuell gibt es noch keine Informationen darüber, welchen finanziellen Verlust das Scheitern des Projektes für den Steuerzahler bedeutet. Einen erneuten Anlauf zur Erneuerung der Anlagen bei den niedersächsischen Behörden wird es wohl erst nach der Landtagswahl am 20. Januar geben.
Für rund 164 Millionen Euro sollten den Angaben zufolge die Sprach- und Datenverbindungen in einem neuen Landesnetz zusammengeführt werden. Die Arbeiten kamen aber lange nicht voran und wiederholt gab es technische Probleme. Schwierigkeiten gab es zuletzt, als ausgerechnet der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie per Fax nicht mehr zu erreichen war. Daraufhin wurde der weitere Umbau zunächst gestoppt.
Am vergangenen Freitag einigten sich das Land und EWE Tel nun darauf, den Vertrag in großen Teilen aufzulösen. Das hatte seine Ursache nicht zuletzt auch darin, dass durch die Verzögerungen in der Umsetzung mittlerweile viele ursprünglich vereinbarte technische Anforderungen veraltet sind.
Nach Einschätzung von Insidern war das Unternehmen mit der Aufgabe, die Telekommunikations-Infrastruktur komplett zu modernisieren, schlicht überfordert. Insofern dürfte sich nun die Frage stellen, ob nicht schon die Vergabe des Auftrages an das Unternehmen so nicht hätte stattfinden dürfen. Aktuell gibt es noch keine Informationen darüber, welchen finanziellen Verlust das Scheitern des Projektes für den Steuerzahler bedeutet. Einen erneuten Anlauf zur Erneuerung der Anlagen bei den niedersächsischen Behörden wird es wohl erst nach der Landtagswahl am 20. Januar geben.
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Christian Kahle
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