Smartphones morgens so wichtig wie die Zahnbürste
Bei fast allen jungen Menschen in Deutschland gehört es heute zur morgendlichen Routine, erst einmal E-Mails, Textnachrichten oder Mitteilungen in Sozialen Netzwerken zu lesen.
Laut einer aktuellen Studie des Netzwerkausrüsters ist dies bei immerhin 92 Prozent der 18- bis 30-Jährigen der Fall. Meist wird dafür direkt zum Smartphone gegriffen. Hätten sie nur ein Gerät zur Auswahl, würden sich in Deutschland 42 Prozent der Nutzer für ein Notebook entscheiden, 31 Prozent für ein Smartphone, 16 Prozent für einen Desktop-PC und zehn Prozent für ein Tablet, so die Untersuchung. Dagegen würden weltweit gesehen jeweils ein Drittel der Befragten ein Smartphone oder einen Laptop wählen.
In Deutschland wird das Smartphone als kleinstes Mobilgerät dafür umso häufiger in allen Lebenslagen genutzt. 71 Prozent verwenden es häufig schon vor dem Aufstehen oder nach dem Schlafengehen. Mehr als jeder dritte deutsche 18- bis 30-Jährige liest damit auch bei einem Essen mit Freunden oder Familienmitgliedern E-Mails, SMS oder Nachrichten in Sozialen Netzwerken. Fast die Hälfte verwendet es im Badezimmer und - trotz eindeutigem Verbot - 22 Prozent während des Autofahrens.
In der Studie wird dabei herausgearbeitet, dass diese Nutzungsgewohnheiten für den beruflichen Alltag keineswegs nachteilig sind. Arbeitgeber könnten davon ausgehen, so hieß es, dass ihre jungen Mitarbeiter ständig online und damit grundsätzlich auch ansprechbar sind.
Der Trend geht dabei zu einer immer weiteren Vernetzung, die immer mehr Elektronikgeräte mit einbezieht. "Das 'Internet of Everything' verknüpft immer mehr Geräte, Sensoren, Lebensmittel oder Lebewesen miteinander", erklärte Michael Ganser, Senior Vice President für Zentraleuropa bei Cisco. "Die Menge und der potentielle Wert der Daten steigen dadurch exponentiell." Dadurch bildet sich eine Grundlage für zahlreiche neue Anwendungen.
Der ständige Drang, auf dem Smartphone nach neuen Nachrichten zu schauen, wird dabei immer größer - was nicht immer von Vorteil ist. Drei Viertel der Deutschen fühlen bereits einen deutlichen Zwang dazu, weltweit sind es erst 60 Prozent. Dabei unterscheiden die Befragten nicht mehr zwischen privater und beruflicher Nutzung. Für Arbeitgeber bedeutet das zwar, dass Mitarbeiter immer erreichbar sind, doch diese leiden häufig unter Neurosen und Ängsten. Daher ist es wichtig, eine ausgeglichene Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu erreichen.
Das Smartphone wird aber nicht nur für E-Mail, SMS oder Social Media genutzt: Für sieben von zehn Deutschen sind Apps wichtig für das tägliche Leben. Zwei Drittel verwenden bis zu neun Apps regelmäßig, fast ein Viertel sogar zehn bis 25 Apps. Dabei steht das Vergnügen für 64 Prozent im Vordergrund, nur 25 Prozent nutzen Apps vorwiegend für berufliche Zwecke.
In Deutschland wird das Smartphone als kleinstes Mobilgerät dafür umso häufiger in allen Lebenslagen genutzt. 71 Prozent verwenden es häufig schon vor dem Aufstehen oder nach dem Schlafengehen. Mehr als jeder dritte deutsche 18- bis 30-Jährige liest damit auch bei einem Essen mit Freunden oder Familienmitgliedern E-Mails, SMS oder Nachrichten in Sozialen Netzwerken. Fast die Hälfte verwendet es im Badezimmer und - trotz eindeutigem Verbot - 22 Prozent während des Autofahrens.
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Christian Kahle
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