Security: 2012 entzauberte Macs und Mobilgeräte
Das Jahr 2012 brachte im Bereich der IT-Sicherheit eine signifikante Zunahme von Schadprogrammen für die Mac-Plattform sowie einen explosionsartigen Anstieg von Bedrohungen gegen die Android-Plattform.
Das ist ein Fazit der Jahresbilanz des russischen Sicherheits-Dienstleisters Kaspersky Lab. "Der auffälligste Trend des Jahres 2012 ist die Zielrichtung der Angreifer. Sie haben inzwischen sämtliche Endgeräte im Visier. Betroffen davon sind Endanwender wie Unternehmenskunden", erklärte Costin Raiu, Chef-Malware-Forscher des Unternehmens. "Macs, Smartphones oder Tablets werden mittlerweile ebenso attackiert wie der herkömmliche PC. Insgesamt konnten wir 2012 einen starken Anstieg von Angriffen gegen alle beliebten Software-Umgebungen verzeichnen."
Die Attacken haben ihren Ausgangsort inzwischen auch in allen Teilen der Welt. In den USA stehen mehr als ein Viertel (25,5 Prozent) der Server, auf denen Schadprogramme gehostet werden, gefolgt von Russland mit 19,6 Prozent sowie den Niederlanden (16,8 Prozent), Deutschland (11,4 Prozent) und Großbritannien (5,6 Prozent).
Das ist eine neue Entwicklung, waren doch 2010 die meisten Server mit Schädlingen noch in China zu finden. Neue Registrierungsvorschriften für Server und weitere Regulierungen haben dort allerdings zu einer signifikanten Verbesserung geführt. Auf der anderen Seite zeigen die Statistiken von Kaspersky Lab in den USA, Russland und einigen anderen Ländern Europas wie auch in Deutschland einen deutlichen Anstieg von Servern mit Schadprogrammen. Hinzu kommen in den genannten Ländern deutlich mehr Registrierungen von Websites, die ausschließlich kriminellen Zwecken dienen.
Auf der Basis der registrierten internetbasierten Angriffe und der gefunden infizierten Dateien auf den Rechnern ihrer Kunden haben die Experten von Kaspersky Lab die Staaten verschiedenen Risikoklassen zugeordnet. Gemessen am prozentualen Anteil des Infektionsrisikos beim Surfen der Anwender im Web steht Russland mit 58,6 Prozent zusammen mit weiteren ehemaligen Staaten der Sowjetunion an der Spitze. Anwender in Deutschland haben mit 31,8 Prozent Infektionsgefahr ein mittleres Risiko.
Betrachtet man dagegen das Auftreten infizierter Dateien auf den Rechnern oder Wechselspeichermedien der Anwender führt Bangladesch mit 99,7 Prozent infizierter Computer die Liste an. Deutschland liegt mit 24,3 Prozent infizierter Rechner unter den zehn am wenigsten betroffenen Ländern der Welt. Dänemark weist mit 15,0 Prozent die geringste Computer-Infektionsrate auf.
Eine der aufregendsten Entdeckungen im Jahr 2012 war wohl die von Flashback, einem Botnetz, das etwa 700.000 Apple-Rechner mit Mac OS X umfasste. Doch nicht nur damit wurde der Mythos der Unverwundbarkeit der Mac-OS-X-Plattform entzaubert. Auch die wachsende Popularität der Apple-Produkte, besonders bei Politikern oder prominenten Unternehmern, machte sie zu einem beliebten zielgerichteten Angriffsziel von Cyberkriminellen. Die Experten von Kaspersky Lab konnten im Jahr 2012 rund 30 Prozent mehr Signaturen für verschiedene Mac-Trojaner identifizieren als noch im Vorjahr.
Die mobile Android-Plattform wurde 2012 eindeutig zum beliebtesten mobilen Angriffsziel für Cyberkriminelle. Auf sie entfielen 99 Prozent der neu entdeckten mobilen Schadprogramme. Der Rest verteilte sich auf Symbian, Backberry und J2ME. Trotz zahlreicher Bemühungen von Google, eine eigene Anti-Malware-Technologie zu implementieren, tauchen bei Google Play nach wie vor schadhafte Anwendungen auf. Aber auch in Apples App Store wurde 2012 die erste zweifelhafte Anwendung erkannt. Wie traditionelle PCs sind nun auch mobile Geräte in den Fokus hochprofessioneller Cyberkrimineller geraten: angefangen von gezielten Angriffen bis hin zur Etablierung mobiler Botnetze.
Die Attacken haben ihren Ausgangsort inzwischen auch in allen Teilen der Welt. In den USA stehen mehr als ein Viertel (25,5 Prozent) der Server, auf denen Schadprogramme gehostet werden, gefolgt von Russland mit 19,6 Prozent sowie den Niederlanden (16,8 Prozent), Deutschland (11,4 Prozent) und Großbritannien (5,6 Prozent).
Das ist eine neue Entwicklung, waren doch 2010 die meisten Server mit Schädlingen noch in China zu finden. Neue Registrierungsvorschriften für Server und weitere Regulierungen haben dort allerdings zu einer signifikanten Verbesserung geführt. Auf der anderen Seite zeigen die Statistiken von Kaspersky Lab in den USA, Russland und einigen anderen Ländern Europas wie auch in Deutschland einen deutlichen Anstieg von Servern mit Schadprogrammen. Hinzu kommen in den genannten Ländern deutlich mehr Registrierungen von Websites, die ausschließlich kriminellen Zwecken dienen.
Auf der Basis der registrierten internetbasierten Angriffe und der gefunden infizierten Dateien auf den Rechnern ihrer Kunden haben die Experten von Kaspersky Lab die Staaten verschiedenen Risikoklassen zugeordnet. Gemessen am prozentualen Anteil des Infektionsrisikos beim Surfen der Anwender im Web steht Russland mit 58,6 Prozent zusammen mit weiteren ehemaligen Staaten der Sowjetunion an der Spitze. Anwender in Deutschland haben mit 31,8 Prozent Infektionsgefahr ein mittleres Risiko.
Betrachtet man dagegen das Auftreten infizierter Dateien auf den Rechnern oder Wechselspeichermedien der Anwender führt Bangladesch mit 99,7 Prozent infizierter Computer die Liste an. Deutschland liegt mit 24,3 Prozent infizierter Rechner unter den zehn am wenigsten betroffenen Ländern der Welt. Dänemark weist mit 15,0 Prozent die geringste Computer-Infektionsrate auf.
Eine der aufregendsten Entdeckungen im Jahr 2012 war wohl die von Flashback, einem Botnetz, das etwa 700.000 Apple-Rechner mit Mac OS X umfasste. Doch nicht nur damit wurde der Mythos der Unverwundbarkeit der Mac-OS-X-Plattform entzaubert. Auch die wachsende Popularität der Apple-Produkte, besonders bei Politikern oder prominenten Unternehmern, machte sie zu einem beliebten zielgerichteten Angriffsziel von Cyberkriminellen. Die Experten von Kaspersky Lab konnten im Jahr 2012 rund 30 Prozent mehr Signaturen für verschiedene Mac-Trojaner identifizieren als noch im Vorjahr.
Die mobile Android-Plattform wurde 2012 eindeutig zum beliebtesten mobilen Angriffsziel für Cyberkriminelle. Auf sie entfielen 99 Prozent der neu entdeckten mobilen Schadprogramme. Der Rest verteilte sich auf Symbian, Backberry und J2ME. Trotz zahlreicher Bemühungen von Google, eine eigene Anti-Malware-Technologie zu implementieren, tauchen bei Google Play nach wie vor schadhafte Anwendungen auf. Aber auch in Apples App Store wurde 2012 die erste zweifelhafte Anwendung erkannt. Wie traditionelle PCs sind nun auch mobile Geräte in den Fokus hochprofessioneller Cyberkrimineller geraten: angefangen von gezielten Angriffen bis hin zur Etablierung mobiler Botnetze.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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