PGP-Gründer bringt Military-Krypto auf iOS & Android
Das bereits länger angekündigte Verschlüsselungs-Tool Silent Circle für Smartphones steht nun kurz vor seiner Veröffentlichung. Entwickelt wurde es maßgeblich von Phil Zimmermann, der durch sein Kryptographie-Tool PGP Bekanntheit erlangte.
Ab der kommenden Woche soll das neue System auf dem iPhone und Android-Smartphones nutzbar sein. Die entsprechenden Apps werden dann in den jeweiligen Download-Shops erscheinen. Silent Circle verspricht dann eine Kommunikation, die hochgradig verschlüsselt ist.
Zwar bieten auch andere Tools und auch einige grundlegende Protokolle bereits Verschlüsselungen an, diese sind allerdings in der Regel nicht besonders stark und können so bei einem ernsthaften Angriff schnell geknackt werden. Bei Silent Circle kommen hingegen Kryptographie-Verfahren zum Einsatz, die dem Niveau entsprechen, das auch auf militärischen Kommandowegen zu finden ist.
Um dies zu gewährleisten setzt Silent Circle auf das ZRTP-Protokoll. Über dieses laufen sowohl verschlüsselte Datenverbindungen als auch die Telefongespräche und Videochats. Es nutzt außerdem ausgefeilte Methoden, um die Schlüssel zwischen den Kommunikationspartnern sicher auszuhandeln. Die Keys werden nach Abschluss der Verbindung gelöscht, damit sie auch nachträglich nicht mehr von Angreifern missbraucht werden können.
Silent Circle stellt parallel auch die Möglichkeit zur Verfügung, die Inhalte auf dem Smartphone komplett mit starken Verfahren zu verschlüsseln. Die Funktionalität des Tools ist dabei unter einer relativ einfachen Benutzeroberfläche verborgen - was ein großer Vorteil gegenüber dem früher doch recht umständlich zu benutzenden PGP ist.
Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit, Inhalte zu verschicken, die mit einem Selbstzerstörungs-Mechanismus ausgestattet sind. So kann man einem Kontakt beispielsweise eine Textnachricht oder ein Bild zukommen lassen, dass sich nach einem bestimmten Zeitraum wieder selbst vom anderen Gerät entfernt. Die Daten können zuvor vom Empfänger nicht kopiert werden. Allerdings ist die Anfertigung eines Fotos vom Bildschirm mit einer externen Kamera natürlich weiterhin eine nicht vermeidbare Schwachstelle.
Das Silent Circle-System wurde für alle Nutzer entwickelt, die auf sichere Kommunikationskanäle angewiesen sind. Das können Mitarbeiter von Regierungsstellen sein, aber auch Manager, die sich vor Wirtschaftsspionage schützen, oder bekannte Persönlichkeiten, die ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit verborgen halten wollen. Mit einem Preis von 20 Dollar monatlich dürfte es für die meisten Nutzer schlicht zu teuer sein - wer aber ein echtes Sicherheits-Interesse hat, wird wohl problemlos bereit sein, diesen Preis zu zahlen.
Zwar bieten auch andere Tools und auch einige grundlegende Protokolle bereits Verschlüsselungen an, diese sind allerdings in der Regel nicht besonders stark und können so bei einem ernsthaften Angriff schnell geknackt werden. Bei Silent Circle kommen hingegen Kryptographie-Verfahren zum Einsatz, die dem Niveau entsprechen, das auch auf militärischen Kommandowegen zu finden ist.
Um dies zu gewährleisten setzt Silent Circle auf das ZRTP-Protokoll. Über dieses laufen sowohl verschlüsselte Datenverbindungen als auch die Telefongespräche und Videochats. Es nutzt außerdem ausgefeilte Methoden, um die Schlüssel zwischen den Kommunikationspartnern sicher auszuhandeln. Die Keys werden nach Abschluss der Verbindung gelöscht, damit sie auch nachträglich nicht mehr von Angreifern missbraucht werden können.
Silent Circle stellt parallel auch die Möglichkeit zur Verfügung, die Inhalte auf dem Smartphone komplett mit starken Verfahren zu verschlüsseln. Die Funktionalität des Tools ist dabei unter einer relativ einfachen Benutzeroberfläche verborgen - was ein großer Vorteil gegenüber dem früher doch recht umständlich zu benutzenden PGP ist.
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Christian Kahle
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