PGP-Erfinder bringt Krypto für Smartphone-Nutzer
Der Kryptographie-Experte Phil Zimmermann, der vor über 20 Jahren mit PGP das erste Programm veröffentlichte, mit dem sich E-Mails leicht verschlüsseln lassen, will in Kürze ein neues Produkt bereitstellen: "Silent Circle" verschlüsselt dann die Telefonie.
Laut einem Bericht des US-Magazins 'CNet' will Zimmermann im Juli eine erste Beta-Version für das iPhone und Android-Smartphones bereitstellen. Mit der finalen Fassung ist dann voraussichtlich im September zu rechnen. Die Software soll es Anwendern ermöglichen, ihre Kommunikation mit anderen Smartphone-Nutzern möglichst wirksam zu verschlüsseln.
PGP stellte Zimmermann damals noch kostenlos zur Verfügung. Damals bekam er noch Ärger, als er die Software auch außerhalb der USA bereitstellen wollte. Verschlüsselung-Programme dieser Qualität galten als militärisches Produkt und unterlagen Exportbeschränkungen. Um diese zu umgehen, druckte der Entwickler den Quellcode in ein Buch, das bei der Ausfuhr keinen Beschränkungen unterlag. Im Ausland tippten Helfer das Programm dann ab.
Bei Silent Circle wird die Zugangshürde für die Nutzer nicht mehr bei gesetzlichen Schranken liegen, sondern beim Preis. Voraussichtlich 20 Dollar wird das Programm kosten - wobei laut Zimmermann allerdings noch keine konkrete Entscheidung gefallen ist.
Grundsätzlich habe er aber kein Problem damit, heute eine Verschlüsselungs-Software gegen Geld anzubieten. "Ich muss mich dafür nicht entschuldigen", sagte er dem Magazin. "Das ist nicht Facebook. Unsere Kunden sind Kunden. Sie sind keine Produkte. Sie sind nicht Teil unseres Warenbestandes."
Silent Circle soll seinen Nutzern eine möglichst einfache Möglichkeit geben, E-Mails, Instant Messaging-Nachrichten und Anrufe zwischen zwei Smartphones zu verschlüsseln. Auch codierte SMS könnten zukünftig als weiteres Feature hinzukommen. Auch Versionen für Windows und Macs soll es geben.
Bei der Entwicklung will Zimmermann auch aus der Geschichte von PGP gelernt haben, das unter normalen Nutzern kaum Verbreitung fand. Es sei zu weit weg vom herkömmlichen User gewesen und vergleichsweise kompliziert zu benutzen. Das soll sich bei Silent Circle ändern.
Das Programm soll sich auch einsetzen lassen, wenn nur einer der Kommunikationspartner über das Tool verfügt. Dann reicht die Verschlüsslung aber nur bis zum Server des Anbieters. Das könne, so Zimmermann, für Anwender in repressiven Regimes allerdings schon ein deutlicher Vorteil sein. Vor dem Zugriff von US-Behörden besteht dann allerdings kein wirksamer Schutz.
PGP stellte Zimmermann damals noch kostenlos zur Verfügung. Damals bekam er noch Ärger, als er die Software auch außerhalb der USA bereitstellen wollte. Verschlüsselung-Programme dieser Qualität galten als militärisches Produkt und unterlagen Exportbeschränkungen. Um diese zu umgehen, druckte der Entwickler den Quellcode in ein Buch, das bei der Ausfuhr keinen Beschränkungen unterlag. Im Ausland tippten Helfer das Programm dann ab.
Bei Silent Circle wird die Zugangshürde für die Nutzer nicht mehr bei gesetzlichen Schranken liegen, sondern beim Preis. Voraussichtlich 20 Dollar wird das Programm kosten - wobei laut Zimmermann allerdings noch keine konkrete Entscheidung gefallen ist.
Grundsätzlich habe er aber kein Problem damit, heute eine Verschlüsselungs-Software gegen Geld anzubieten. "Ich muss mich dafür nicht entschuldigen", sagte er dem Magazin. "Das ist nicht Facebook. Unsere Kunden sind Kunden. Sie sind keine Produkte. Sie sind nicht Teil unseres Warenbestandes."
Silent Circle soll seinen Nutzern eine möglichst einfache Möglichkeit geben, E-Mails, Instant Messaging-Nachrichten und Anrufe zwischen zwei Smartphones zu verschlüsseln. Auch codierte SMS könnten zukünftig als weiteres Feature hinzukommen. Auch Versionen für Windows und Macs soll es geben.
Bei der Entwicklung will Zimmermann auch aus der Geschichte von PGP gelernt haben, das unter normalen Nutzern kaum Verbreitung fand. Es sei zu weit weg vom herkömmlichen User gewesen und vergleichsweise kompliziert zu benutzen. Das soll sich bei Silent Circle ändern.
Das Programm soll sich auch einsetzen lassen, wenn nur einer der Kommunikationspartner über das Tool verfügt. Dann reicht die Verschlüsslung aber nur bis zum Server des Anbieters. Das könne, so Zimmermann, für Anwender in repressiven Regimes allerdings schon ein deutlicher Vorteil sein. Vor dem Zugriff von US-Behörden besteht dann allerdings kein wirksamer Schutz.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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