Google über Aliyun OS:
Inkompatible Android-Kopie

Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass Google gegenüber Acer "Bedenken" geäußert hat, dass die Taiwanesen ein Aliyun-Smartphone herausbringen wollen. Das vom chinesischen Unternehmen Alibaba entwickelte Betriebssystem Aliyun OS sei von Android bloß abgeleitet, dabei aber nicht kompatibel, so Google. Wie vergangenen Freitag bekannt geworden ist, hat Android-Entwickler Google dem taiwanesischen Hersteller Acer einen Schuss vor den Bug verpasst und Acer gewarnt, ein Smartphone mit Aliyun zu veröffentlichen. Aliyun OSDas Aliyun OS des chinesischen Unternehmens Alibaba Als Reaktion darauf sagte Alibaba-Vizepräsident John Spelich gegenüber 'Cnet', dass Aliyun keine Ableitung von Android sei und es stattdessen auf Linux aufbaue. Bei dem Alibaba-Betriebssystem gebe es "eigene Anwendungen, diese wurden entwickelt, um Cloud-basierte Apps in unserem eigenen Ökosystem zu unterstützen", so Spelich. Aliyun habe etwa seine eigene virtuelle Maschine und diese unterscheide sich von Androids Dalvik, betonte der Alibaba-Manager.

Gleichzeitig beschuldigte er Google, dass Android mit seinen Apps und den entsprechenden Downloads ein geschlossenes und restriktives Ökosystem habe, während Aliyun durch den Cloud-Fokus ein wirklich offenes Betriebssystem biete.

Siehe auch: Alternatives OS - Google soll Acer gedroht haben

Android-Chef Andy Rubin antwortet auf diese Vorwürfe, legte aber auch nach: Und zwar schreibt Rubin auf seiner Seite auf 'Google+', dass er sich mit Spelich darauf einige könne, dass Aliyun kein Teil des Android-Ökosystems sei. Fakt sei aber auch, dass es die "Runtime, Framework und Tools" von Android verwende.

Im App-Store von Aliyun fände man genügend Android-Apps, darunter raubkopierte Google-Apps, weshalb es für Rubin feststeht, dass Alibabas Betriebssystem von Googles abgeleitet sei. Es könne keine Zweifel geben, dass Aliyun versuche, Nutzen aus der harten Arbeit zu ziehen, die die Open Handset Alliance (OHA) in Android gesteckt hat.

Dass Google Druck auf Acer ausübt, ist übrigens legitim: Als Mitglied des OHA-Konsortiums musste sich der Hersteller den Spielregeln von Google verpflichten, in Folge kann der Android-Entwickler eingreifen, um Fragmentierung zu stoppen.
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