YouTube fordert zur Nutzung von Klarnamen auf
Der Suchmaschinenkonzern Google will offenbar dafür sorgen, dass die Kommentarspalten seiner Video-Plattform YouTube zukünftig mit etwas mehr Qualität gefüllt werden. Wohl aus diesem Grund werden die Nutzer inzwischen verstärkt dazu aufgefordert, doch bitte ihre realen Namen zu verwenden.
Die Kommentarbereiche auf YouTube sind inzwischen bereits dafür berüchtigt, voller Beleidigungen und politisch fragwürdigen Äußerungen zu sein. Im Schutze der Anonymität ziehen dort viele Anwender ordentlich vom Leder. Angesichts dieser Erfahrungen dürfte auch verständlicher werden, warum Google in seinem Social Network Google+ so viel Wert auf die Verwendung von Klarnamen legt.
Nun will das Unternehmen auch die YouTube-Nutzer dazu bringen, als reale Person aufzutreten. Beim Schreiben von Kommentaren erscheinen bei vielen Anwendern inzwischen Popups, in denen sie aufgefordert werden, ihr Profil entsprechend abzuändern. Dafür versucht man, den jeweiligen Nutzer-Account mit einem Google+-Konto zu verknüpfen. Dem Anwender wird angeboten, die dort hinterlassenen Angaben direkt zu übernehmen.
Lehnt man dies ab, erfolgt eine direkte Weiterleitung auf ein Formular, in dem weitergehende Gründe für die Entscheidung abgefragt werden. Diese können beispielsweise sein, dass der YouTube-Account als Kanal für eine bestimmte Sendung genutzt wird oder unter dem jetzigen Nutzernamen bereits bei anderen Anwendern ein Begriff ist. Eine Option, dass man lieber anonym bleiben will, bietet sich nicht.
Die Abfrage des Klarnamens ist ein Bestandteil des Versuchs, die Qualität der Kommentare zu verbessern, die Produktmanager Dror Shimshowitz kürzlich bereits auf der Entwicklerkonferenz Google I/O andeutete. Das Unternehmen stellte allerdings klar, dass die Verwendung des echten Namens nicht zur Pflicht wird. Die Abfrage erscheint außerdem nicht ausschließlich bei der Veröffentlichung von Kommentaren, sondern auch beim Upload eines neuen Videos.
Nun will das Unternehmen auch die YouTube-Nutzer dazu bringen, als reale Person aufzutreten. Beim Schreiben von Kommentaren erscheinen bei vielen Anwendern inzwischen Popups, in denen sie aufgefordert werden, ihr Profil entsprechend abzuändern. Dafür versucht man, den jeweiligen Nutzer-Account mit einem Google+-Konto zu verknüpfen. Dem Anwender wird angeboten, die dort hinterlassenen Angaben direkt zu übernehmen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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