Patent-Troll verklagt Minecraft-Macher Mojang
Der Minecraft-Entwickler Mojang ist von der IT-Firma Uniloc verklagt worden. Grund ist eine angebliche Patentverletzung durch die Android-Version des Spiels. Weitere Klagen gingen an Electronic Arts und andere Publisher.
Streitpunkt der Klagen ist das US-Patent 6857067 (System and method for preventing unauthorized access to electronic data). Dieses beschreibt ein System zur Lizenzprüfung, das den unautorisierten Zugriff auf Daten bei mobilen Geräten verhindern soll. Dazu wird die Gültigkeit von Lizenzen mit einem entsprechenden Server über das Internet abgeglichen. Inhaber des Patents ist das Unternehmen Uniloc.
Minecraft-Erfinder Markus "Notch" Persson hat die Klage über 'Twitter' kommentiert. Dabei zeigte er sich ausgesprochen kämpferisch: "Wenn nötig, werde ich haufenweise Geld aufbringen, um sicherzustellen, dass sie [Uniloc] keinen Cent bekommen." In seinem Blog äußerte sich Persson zudem ausführlicher über den Unsinn von Software-Patenten: "Triviale Patente, zum Beispiel für Software, sind kontraproduktiv (sie bremsen den technischen Fortschritt), böse (sie opfern Baby-Ziegen an Baal) und teuer (Unternehmen werden in sinnlose Klagen verwickelt)."
Die Klageschrift gegen Mojang kann - inklusive "Mindcraft"-Tippfehler - im Blog von Persson heruntergeladen werden. Einem Thread bei 'Reddit' zufolge sind neben Mojang auch weitere Spiele-Publisher wegen der Verletzung des Patents verklagt worden, unter anderem Electronic Arts, Square Enix, Gameloft oder Madfinger Games.
Uniloc gilt als einer der bekanntesten Patent-Trolle. Bereits im Jahr 2003 hatte dieser gegen Microsoft geklagt, da der Redmonder Konzern mit seinem System zur Produktaktivierung in Windows XP und Office XP angeblich gegen Patente des IT-Unternehmens verstoßen hatte. 2009 war Microsoft deswegen zu einer Zahlung von 388 Millionen US-Dollar an Uniloc verklagt worden. Wenig später wurde das Urteil jedoch revidiert und Microsoft musste die Zahlung nicht leisten. Die Gültigkeit des Patents wurde aber auch damals bestätigt. Auf seiner Homepage spricht Uniloc von weiteren Klagen gegen andere Software-Unternehmen in den Jahren 2009 und 2010.
Erst im letzten Jahr stand Mojang aufgrund einer Klage von Bethesda Softworks vor Gericht. Den schwedischen Entwicklern war damals vorgeworfen worden, mit dem Titel des kommenden Spiels "Scrolls" Namenrechte der "The Elder Scrolls"-Macher zu verletzen. Vergangenen Oktober hatte ein Gericht Mojang die weitere Nutzung des Titels erlaubt. Im März hatten beide Unternehmen den Namensstreit endgültig beigelegt.
Minecraft-Erfinder Markus "Notch" Persson hat die Klage über 'Twitter' kommentiert. Dabei zeigte er sich ausgesprochen kämpferisch: "Wenn nötig, werde ich haufenweise Geld aufbringen, um sicherzustellen, dass sie [Uniloc] keinen Cent bekommen." In seinem Blog äußerte sich Persson zudem ausführlicher über den Unsinn von Software-Patenten: "Triviale Patente, zum Beispiel für Software, sind kontraproduktiv (sie bremsen den technischen Fortschritt), böse (sie opfern Baby-Ziegen an Baal) und teuer (Unternehmen werden in sinnlose Klagen verwickelt)."
Die Klageschrift gegen Mojang kann - inklusive "Mindcraft"-Tippfehler - im Blog von Persson heruntergeladen werden. Einem Thread bei 'Reddit' zufolge sind neben Mojang auch weitere Spiele-Publisher wegen der Verletzung des Patents verklagt worden, unter anderem Electronic Arts, Square Enix, Gameloft oder Madfinger Games.
Uniloc gilt als einer der bekanntesten Patent-Trolle. Bereits im Jahr 2003 hatte dieser gegen Microsoft geklagt, da der Redmonder Konzern mit seinem System zur Produktaktivierung in Windows XP und Office XP angeblich gegen Patente des IT-Unternehmens verstoßen hatte. 2009 war Microsoft deswegen zu einer Zahlung von 388 Millionen US-Dollar an Uniloc verklagt worden. Wenig später wurde das Urteil jedoch revidiert und Microsoft musste die Zahlung nicht leisten. Die Gültigkeit des Patents wurde aber auch damals bestätigt. Auf seiner Homepage spricht Uniloc von weiteren Klagen gegen andere Software-Unternehmen in den Jahren 2009 und 2010.
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