Acer-Manager: Die Krise hat uns kalt erwischt
Der Computer-Hersteller Acer ist von der Absatzflaute bei Computern in Europa kalt erwischt worden. Man sei nicht darauf vorbereitet gewesen und blieb auf einer größeren Menge an Rechnern sitzen, die sich nicht mehr verkaufen ließen, erklärte Oliver Ahrens, der für den Geschäftsbereich zuständig ist, gegenüber dem britischen Magazin 'The Channel'.
"Wir hatten kein Frühwarnsystem. In den Kohleminen in Großbritannien haben sie Kanarienvögel, wir hatten so etwas wie Kanarienvögel aber nicht", sagte er. Über Jahre hinweg, von 2002 bis 2009, hatte das Unternehmen eine gute Zeit und verzeichnete immer weiter steigende Marktanteile - insbesondere im Bereich mobiler Rechner. Dann aber kam die Wende.
"Der Nutzer veränderte sich, der Vertriebskanal veränderte sich und die Produkte veränderten sich und es gab eine Verlagerung von der lokalen Datenspeicherung zu online. Am wichtigsten aber war, dass der Markt nicht mehr wuchs", so Ahrens. Das war einerseits dem zuzuschreiben, dass die Folgen der Finanzkrise auch bei den so wichtigen Privatkunden ankam und jene, die noch über viel Kaufkraft verfügten, sich zu größeren Teilen dem von Apples iPad ins Rollen gebrachten Tablet-Markt zuwandten.
"Mehr oder weniger über drei Quartale hinweg hat Acer gegen die Entwicklung des Marktes agiert und geliefert und geliefert und geliefert. Das Ende der Geschichte war, dass wir schmerzhaft tonnenweise Lagerbestände entsorgten", führte der Manager aus, der seinen aktuellen Posten im vergangenen Oktober übernahm.
Eine Erklärung für das Verhalten Acers ist vermutlich in den Erfahrungen der Vergangenheit zu finden. "Es gab immer wieder Zeiten, in denen die Marktforscher einen schrumpfenden Markt vorhersagten. Wir haben das ignoriert und lagen damit üblicherweise richtig. Diesmal ist es aber schrecklich schief gegangen", so Ahrens. Infolge dessen stürzte das ganze Unternehmen in die Verlustzone.
Während es für Acer früher ausreichte, eine Prognose für die Verkäufe über das kommende Quartal aufzustellen und etwas Flexibilität in die Lieferketten einzubauen, mussten nun Veränderungen her. Ein schrumpfender Markt mit sinkenden Gewinnmargen benötigt nach Angaben von Ahrens ein präzises Business-Management. Als Lehre aus der Entwicklung habe man inzwischen Prozesse eingeführt, über die selbst Teile des Marktes einer wöchentlichen Überprüfung unterzogen werden. Die neue Ausrichtung macht sich inzwischen auch wieder darin bemerkbar, dass die Absatzzahlen deutlich stärker steigen als im Marktdurchschnitt.
"Der Nutzer veränderte sich, der Vertriebskanal veränderte sich und die Produkte veränderten sich und es gab eine Verlagerung von der lokalen Datenspeicherung zu online. Am wichtigsten aber war, dass der Markt nicht mehr wuchs", so Ahrens. Das war einerseits dem zuzuschreiben, dass die Folgen der Finanzkrise auch bei den so wichtigen Privatkunden ankam und jene, die noch über viel Kaufkraft verfügten, sich zu größeren Teilen dem von Apples iPad ins Rollen gebrachten Tablet-Markt zuwandten.
"Mehr oder weniger über drei Quartale hinweg hat Acer gegen die Entwicklung des Marktes agiert und geliefert und geliefert und geliefert. Das Ende der Geschichte war, dass wir schmerzhaft tonnenweise Lagerbestände entsorgten", führte der Manager aus, der seinen aktuellen Posten im vergangenen Oktober übernahm.
Eine Erklärung für das Verhalten Acers ist vermutlich in den Erfahrungen der Vergangenheit zu finden. "Es gab immer wieder Zeiten, in denen die Marktforscher einen schrumpfenden Markt vorhersagten. Wir haben das ignoriert und lagen damit üblicherweise richtig. Diesmal ist es aber schrecklich schief gegangen", so Ahrens. Infolge dessen stürzte das ganze Unternehmen in die Verlustzone.
Während es für Acer früher ausreichte, eine Prognose für die Verkäufe über das kommende Quartal aufzustellen und etwas Flexibilität in die Lieferketten einzubauen, mussten nun Veränderungen her. Ein schrumpfender Markt mit sinkenden Gewinnmargen benötigt nach Angaben von Ahrens ein präzises Business-Management. Als Lehre aus der Entwicklung habe man inzwischen Prozesse eingeführt, über die selbst Teile des Marktes einer wöchentlichen Überprüfung unterzogen werden. Die neue Ausrichtung macht sich inzwischen auch wieder darin bemerkbar, dass die Absatzzahlen deutlich stärker steigen als im Marktdurchschnitt.
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Christian Kahle
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