Facebook: Nutzungzeit sinkt & Werbung läuft nicht
Das Social Network Facebook hat offenbar ein weiteres Problem, auf das es allerdings selbst nur relativ geringen Einfluss hat. Es gelingt bei immer mehr Nutzern nicht mehr, diese über eine so lange Zeit wie noch vor einem halben Jahr auf der Plattform zu halten.
Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Dabei gaben 34 Prozent der Facebook-Nutzer an, inzwischen weniger Zeit auf der Seite zu verbringen als noch vor sechs Monaten. Als Grund dafür wurde vor allem angegeben, dass die Plattform zu langweilig sei, die Inhalte wären nicht relevant oder aber nicht nützlich. Datenschutzbedenken spielen hingegen eine untergeordnete Rolle.
Lediglich 20 Prozent haben ihre Aufenthaltszeit in dem Social Network hingegen gesteigert und fast die Hälfte kommt etwa auch die gleiche Nutzungsdauer wie noch vor einem halben Jahr. Das Ergebnis der Untersuchung könnte damit zu erklären sein, dass insbesondere Anwender, die interessante Inhalte suchen, aufgrund der Kontaktstruktur weniger Neuigkeiten auf den Tisch bekommen, als bei anderen Angeboten wie etwa Twitter. Facebook versucht hier seit einiger Zeit mit dem Abo-Feature, das auch Inhalte von interessanten Personen, mit denen man nicht direkt befreundet ist, in die Timeline holt, gegenzusteuern - aber wohl nicht mit großem Erfolg.
Immerhin 40 Prozent der Facebook-Nutzer greifen aber noch immer täglich auf die Plattform zu. Am aktivsten ist dabei die Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren, von denen 60 Prozent jeden Tag ihr Profil besuchen. Bei den Älteren Usern über 55 Jahre sinkt der Anteil dann auf 29 Prozent.
Was Facebook noch deutlich teurer zu stehen kommen könnte, als etwas sinkende Nutzungszeiten: Die Plattform ist für Werbetreibende im Grunde nicht sonderlich anziehend. Laut der Studie haben 80 Prozent der Nutzer noch nie ein Produkt oder eine Dienstleistung erworben, die über Anzeigen oder auch Kommentare anderer Nutzer an sie herangetragen wurden. Branchenexperten zeigten sich davon überrascht, da insbesondere Empfehlungen von Bekannten normalerweise einen wichtigen Einfluss auf die Kaufempfehlung haben. Zuletzt hatte erst General Motors seinen Facebook-Werbeetat von 10 Millionen Dollar mit der Begründung gestrichen, dass die Anzeigen auf der Plattform nicht gut laufen.
Lediglich 20 Prozent haben ihre Aufenthaltszeit in dem Social Network hingegen gesteigert und fast die Hälfte kommt etwa auch die gleiche Nutzungsdauer wie noch vor einem halben Jahr. Das Ergebnis der Untersuchung könnte damit zu erklären sein, dass insbesondere Anwender, die interessante Inhalte suchen, aufgrund der Kontaktstruktur weniger Neuigkeiten auf den Tisch bekommen, als bei anderen Angeboten wie etwa Twitter. Facebook versucht hier seit einiger Zeit mit dem Abo-Feature, das auch Inhalte von interessanten Personen, mit denen man nicht direkt befreundet ist, in die Timeline holt, gegenzusteuern - aber wohl nicht mit großem Erfolg.
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