Telekom: Morgen 10.000 Mitarbeiter im Warnstreik

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bundesweit mehr als 10.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom zu Warnstreiks aufgerufen. Diese sollen morgen vorübergehend die Arbeit niederlegen, um in den Tarifverhandlungen den Druck auf die Geschäftsführung des Telekommunikationskonzerns zu erhöhen. Betroffen seien sämtliche Bereiche der gegenwärtig in den Tarifverhandlungen befindlichen Telekom-Gesellschaften. Dieser Warnstreik sei als Auftakt zu verstehen. Die Beschäftigten würden die Blockadehaltung des Arbeitgebers in der laufenden Tarifrunde nicht länger hinnehmen, argumentierte die Gewerkschaft.

"Die Telekom hat bis heute nicht begriffen, dass es eine Frage von Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit ist, den Beschäftigten eine anständige Lohnerhöhung und stabile Gehälter anzubieten", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder.

Gegenwärtig findet die dritte Runde der Tarifverhandlungen statt. Dabei wird in Hannover über die Löhne der Beschäftigten bei der Telekom Deutschland einschließlich der Servicesparte verhandelt. In der vergangenen Woche war bereits über Lohnerhöhungen bei der Deutschen Telekom einschließlich der Auszubildenden sowie über die Netzwerksparte T-Systems verhandelt worden.

Verdi fordert für die 85.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent. Das Management lehnt dies allerdings unter Verweis auf die schwierige Wirtschaftslage und den massiven Preiskampf auf dem Telekommunikationsmarkt ab. Bisher weigerte sich die Konzernleitung ein eigenes Angebot für die Gestaltung des neuen Tarifvertrages vorzulegen. Stattdessen forderte man von der Gewerkschaft, ein Modell zur Gegenfinanzierung ihrer Forderungen zu entwerfen.

Die bevorstehenden Warnstreiks seien als "ernstzunehmendes Signal" an die Arbeitgeber zu verstehen. "Der Telekom-Vorstand hat noch eine Verhandlungsrunde Zeit, im Sinne der Beschäftigten einzulenken", so Schröder. Mitte April soll weiterverhandelt werden.
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