Smartphone am Steuer schlimmer als Alkohol
Wenn Autofahrer am Steuer zu ihrem Smartphone greifen, um eine Mitteilung auf Facebook zu lesen oder eine E-Mail zu versenden ist ihre Reaktionszeit stärker beeinträchtigt, als wenn sie unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stehen.
In einer Untersuchung des britischen Institute of Advanced Motorists (IAM) zeigte sich, dass die Smartphone-Nutzung zum Lesen oder Senden von Facebook-Mitteilungen die Reaktionszeiten auf Ereignisse im Straßenverkehr durchschnittlich um 37,6 Prozent verlängerten. Mit 37,4 Prozent lag das Schreiben einer SMS im vergleichbaren Rahmen, berichtet das Magazin 'TechWeek Europe'.
Selbst ein Telefongespräch über ein Headset, bei dem sich beide Hände am Lenkrad befinden, verlangsamte die Reaktionszeit um 26,5 Prozent. Dieser Wert liegt noch deutlich höher als beim Einfluss von Cannabis, bei dem die Studie eine Verlangsamung um 21 Prozent ergab. Die gesetzlich zulässigen Höchstwerte beim Blutalkoholpegel führten dazu, dass die Fahrer um 12,5 Prozent langsamer reagierten.
Während das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss vergleichsweise selten vorkommt, sieht es bei der Nutzung von Mobiltelefonen schon anders aus. In Großbritannien gaben bei Umfragen rund 8 Prozent der Fahrer an, während der Fahrt regelmäßig zu ihrem Smartphone zu greifen. Besonders hoch liegt der Anteil mit 24 Prozent bei der Altersgruppe zwischen 17 und 24 Jahren. Diese unterliegt damit einem deutlich erhöhten Unfall-Risiko.
"Unsere Untersuchung zeigt klar auf, dass das Fahrverhalten durch die Nutzung von Social Networking signifikant beeinflusst wird", erklärte Nick Reed, Chef des Transport Research Laboratory (TRL), dessen Fahrsimulator für die Untersuchung zum Einsatz kam.
Die IAM-Forscher wollen aufgrund der Studienergebnisse gemeinsam mit staatlichen Stellen und den Betreibern von Social Networks nach Möglichkeiten suchen, um die Nutzer besser über das Problem aufzuklären. Insbesondere unter jungen Fahrern könnte dies der Einschätzung zufolge ähnlich starke Auswirkungen haben, wie frühere Kampagnen zur Nutzung von Sicherheitsgurten oder gegen das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Selbst ein Telefongespräch über ein Headset, bei dem sich beide Hände am Lenkrad befinden, verlangsamte die Reaktionszeit um 26,5 Prozent. Dieser Wert liegt noch deutlich höher als beim Einfluss von Cannabis, bei dem die Studie eine Verlangsamung um 21 Prozent ergab. Die gesetzlich zulässigen Höchstwerte beim Blutalkoholpegel führten dazu, dass die Fahrer um 12,5 Prozent langsamer reagierten.
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