Google wegen kostenlosem Karten-Dienst verurteilt
Bottin Cartographes, ein französischer Anbieter von Landkarten, hatte mit einer wettbewerbsrechtlichen Klage gegen den Suchmaschinekonzern Google Erfolg. Er bezichtigte das US-Unternehmen des unlauteren Wettbewerbs und verlangte Schadensersatz.
Dreh- und Angelpunkt des Verfahrens war der Karten-Service Google Maps. Über diesen stellte Google Karten bisher nicht nur Privatnutzern, sondern auch Unternehmen in einem bestimmten Umfang kostenlos zur Verfügung. Das Geschäftsmodell von Bottin Cartographes besteht hingegen darin, mit solchen Dienstleistungen Geld zu verdienen.
Nach Ansicht des Klägers nutzt Google so seine dominierende Position im Netz aus, um Konkurrenten durch das Gratis-Angebot aus dem Markt zu drängen. Das Handelsgericht in Paris folgte dieser Argumentation und verurteilte den US-Konzern und seine französische Landestochter zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro und der Zahlung von 500.000 Euro Schadensersatz.
Gegenüber der Nachrichtenagentur 'AFP' bezeichnete Jean-David Scemmama, der Anwalt von Bottin Cartographes, das Urteil als "beispiellose Entscheidung". Das Gericht habe die unfairen und missbräuchlichen Methoden Googles in allen von seinem Mandanten vorgetragenen Punkten bestätigt. Das Urteil sei das Ende einer zweijährigen Auseinandersetzung, die bisher niemand anderes gegen Google Maps führen wollte.
Allerdings bedeutet das Urteil keineswegs das Ende des Rechtsstreits. Google Frankreich kündigte bereits an, es auf ein Berufungsverfahren ankommen lassen zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass man weiterhin der Ansicht sei, dass ein freies, hochqualitatives Karten-Tool sowohl für Nutzer als auch Webseiten-Betreiber vorteilhaft ist. Außerdem gebe es durchaus weiterhin einen Wettbewerb, weil sich der Google Dienst nicht auf jene Bereich erstreckt, in denen kommerzielle Anbieter in der Regel aktiv sind.
Nach Ansicht des Klägers nutzt Google so seine dominierende Position im Netz aus, um Konkurrenten durch das Gratis-Angebot aus dem Markt zu drängen. Das Handelsgericht in Paris folgte dieser Argumentation und verurteilte den US-Konzern und seine französische Landestochter zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro und der Zahlung von 500.000 Euro Schadensersatz.
Gegenüber der Nachrichtenagentur 'AFP' bezeichnete Jean-David Scemmama, der Anwalt von Bottin Cartographes, das Urteil als "beispiellose Entscheidung". Das Gericht habe die unfairen und missbräuchlichen Methoden Googles in allen von seinem Mandanten vorgetragenen Punkten bestätigt. Das Urteil sei das Ende einer zweijährigen Auseinandersetzung, die bisher niemand anderes gegen Google Maps führen wollte.
Allerdings bedeutet das Urteil keineswegs das Ende des Rechtsstreits. Google Frankreich kündigte bereits an, es auf ein Berufungsverfahren ankommen lassen zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass man weiterhin der Ansicht sei, dass ein freies, hochqualitatives Karten-Tool sowohl für Nutzer als auch Webseiten-Betreiber vorteilhaft ist. Außerdem gebe es durchaus weiterhin einen Wettbewerb, weil sich der Google Dienst nicht auf jene Bereich erstreckt, in denen kommerzielle Anbieter in der Regel aktiv sind.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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