Monopolklage: 1 Mrd. Dollar von Microsoft gefordert

Microsoft wird von der israelischen Firma MiniFrame wegen angeblicher Verstößte gegen das Wettbewerbsrecht verklagt. MiniFrame wirft den Redmondern vor, sich durch illegales Geschäftsgebaren eine Monopolstellung verschafft zu haben. Mittelpunkt der Klage ist die Behauptung von MiniFrame, Microsoft habe durch eine unfaire Änderung der für seine Software geltenden Lizenzbestimmungen und die Ausübung von Druck auf potenzielle Kunden dafür gesorgt, dass man keine lukrative Aufträge erhalten konnte.

MiniFrame bietet mit SoftXpand eine Software an, mit der mehrere Nutzer die gleiche Windows-Installation von verschiedenen Orten verwenden könnten, wofür lediglich ein Thin-Client, Monitor, Keyboard und Maus nötig wären. Nach Ansicht des israelischen Unternehmens verstieß dies nicht gegen die Lizenzen von Microsoft, denn diese verbieten lediglich den gleichzeitigen Zugriff mehrerer PCs auf das gleiche Remote-System.

Außerdem soll Microsoft Druck auf eine Reihe von großen Unternehmen wie den PC-Hersteller Hewlett-Packard und die US-Bank JPMorgan Chase & Co ausgeübt haben, so dass diese ihre Pläne für einen Kauf von SoftXpand verwarfen, wodurch MiniFrame angeblich Aufträge mit einem Volumen von mehreren Milliarden Dollar entgingen.

In seiner am Mittwoch vor einem US-Bundesgericht in New York eingereichten Klage fordert MiniFrame nun Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar. Microsoft hat sich zu dem Fall bisher noch nicht geäußert. Der Softwarekonzern war wegen Monopolvergehen lange von den US-Behörden unter Beobachtung gestellt worden und musste bereits mehrfach Strafen in Höhe von Hunderten Millionen Euro zahlen.
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