Korruption: Media-Saturn-Manager verhaftet
Die Polizei hat einen hochrangigen Manager der Elektronikkette Media-Markt verhaftet. Ihm wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Seine Frau und drei weitere Verdächtige wurden ebenfalls in Untersuchungshaft genommen.
Laut einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' handelt es sich bei den anderen Festgenommenen um Geschäftspartner des Beschuldigten, die in den Korruptionsfall bei Media-Saturn verstrickt sein sollen. Das Unternehmen ist Europas größter Elektronikhändler und betreibt Einzelhandelsmärkte in zahlreichen Ländern. Zur Identität der Inhaftierten machte die Staatsanwaltschaft Augsburg bisher keine Angaben.
Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz erklärte, dass man von besonders schweren Fällen der Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr ausgehe. Den Beschuldigten drohen nun Haftstrafen von mehreren Jahren, auch weil sie gewerbs- und bandenmäßig organisiert gewesen sein sollen.
Im Juli hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Wohnsitze und Büros von Verdächtigen an 20 Orten durchsucht. Damals war auch die Konzernzentrale von Media-Saturn in Ingolstadt beroffen. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt sechs Personen Ziel der Ermittlungen, doch inzwischen ist die Zahl der Verdächtigen auf 19 gestiegen. Unter ihnen ist auch ein Geschäftsmann aus Wetzlar, dem Bestechung in besonders schwerem Fall vorgeworfen wird.
Drei der Beteiligten sollen Bestechungsgelder kassiert haben, während 15 weitere Personen angeblich Beihilfe leisteten. Der Wetzlarer Geschäftsmann soll zwischen 2005 bis 2010 über seine Firmen Provisionen für DSL-Verträge in Höhe von rund 50 Millionen Euro kassiert haben. Die Verträge wurden in Filialen von Saturn und Media Markt verkauft.
Um diesen Auftrag an Land zu ziehen, flossen der Staatsanwaltschaft zufolge angeblich Bestechungsgelder in Höhe von 3,5 Millionen Euro, die in mehr als 200 Einzelvorgängen verteilt wurden. Media-Saturn soll daraufhin jeweils die Leiter seiner Märkte zu einer Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann angewiesen haben.
Hintergrund der Ermittlungen sind anonyme Briefe, die im letzten Jahr sowohl an Media-Saturn, als auch an die Augsburger Staatsanwaltschaft geschickt wurden. Darin schildert dem Vernehmen nach ein Insider, wie die sogenannten "Kickback"-Geschäfte abliefen. Bei einer internen Untersuchung fanden Wirtschaftsprüfer daraufhin entsprechende Beweise.
Das Bestechungsgeld wurde unter anderem über Immobiliengeschäfte in den USA gewaschen, wobei regelmäßig Verträge über nie erbrachte Leistungen abschlossen wurden. Häufig wurden dazu Firmen verwendet, die auf den Namen der Ehefrauen der Manager angemeldet waren. So floss zum Beispiel einmal eine Summe von 800.000 Euro an eine Firma, an der damals die Frau eines Managers beteiligt war.
Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz erklärte, dass man von besonders schweren Fällen der Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr ausgehe. Den Beschuldigten drohen nun Haftstrafen von mehreren Jahren, auch weil sie gewerbs- und bandenmäßig organisiert gewesen sein sollen.
Im Juli hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Wohnsitze und Büros von Verdächtigen an 20 Orten durchsucht. Damals war auch die Konzernzentrale von Media-Saturn in Ingolstadt beroffen. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt sechs Personen Ziel der Ermittlungen, doch inzwischen ist die Zahl der Verdächtigen auf 19 gestiegen. Unter ihnen ist auch ein Geschäftsmann aus Wetzlar, dem Bestechung in besonders schwerem Fall vorgeworfen wird.
Drei der Beteiligten sollen Bestechungsgelder kassiert haben, während 15 weitere Personen angeblich Beihilfe leisteten. Der Wetzlarer Geschäftsmann soll zwischen 2005 bis 2010 über seine Firmen Provisionen für DSL-Verträge in Höhe von rund 50 Millionen Euro kassiert haben. Die Verträge wurden in Filialen von Saturn und Media Markt verkauft.
Um diesen Auftrag an Land zu ziehen, flossen der Staatsanwaltschaft zufolge angeblich Bestechungsgelder in Höhe von 3,5 Millionen Euro, die in mehr als 200 Einzelvorgängen verteilt wurden. Media-Saturn soll daraufhin jeweils die Leiter seiner Märkte zu einer Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann angewiesen haben.
Hintergrund der Ermittlungen sind anonyme Briefe, die im letzten Jahr sowohl an Media-Saturn, als auch an die Augsburger Staatsanwaltschaft geschickt wurden. Darin schildert dem Vernehmen nach ein Insider, wie die sogenannten "Kickback"-Geschäfte abliefen. Bei einer internen Untersuchung fanden Wirtschaftsprüfer daraufhin entsprechende Beweise.
Das Bestechungsgeld wurde unter anderem über Immobiliengeschäfte in den USA gewaschen, wobei regelmäßig Verträge über nie erbrachte Leistungen abschlossen wurden. Häufig wurden dazu Firmen verwendet, die auf den Namen der Ehefrauen der Manager angemeldet waren. So floss zum Beispiel einmal eine Summe von 800.000 Euro an eine Firma, an der damals die Frau eines Managers beteiligt war.
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