Google-Entwickler:
Haben bei Google+ versagt
Der Google-Entwickler Steve Yegge hat in einem Posting, dass er versehentlich öffentlich im Social Network Google+ veröffentlichte, deutlich Kritik an dem Suchmaschinenkonzern geäußert: Man sei schlicht nicht in der Lage, Google+ als vernünftige Plattform auf die Beine zu stellen.
"Ich habe irgendwie gehofft, dass der Konkurrenzdruck von Microsoft und Amazon aber vor allem auch von Facebook dazu führt, dass wir geschlossen aufwachen und beginnen, einen universellen Service zu entwickeln", so Yegge. Statt dessen habe kurzfristiges dazu geführt, dass Vieles falsch gemacht wurde.
Als Kernproblem beschrieb Yegge das Verständnis, Facebook habe Erfolg gehabt, weil es ein gutes Produkt ist. Seiner Ansicht nach liege die Ursache aber in einer anderen Tatsache begründet: "Facebook ist erfolgreich, weil sie es anderen ermöglicht haben, eine ganze Reihe von Produkten zu schaffen", so der Google-Entwickler.
Google+ wurde erst einmal als geschlossenes System gestartet. Erst nach und nach werden zaghaft einige Programmierschnittstellen freigegeben, über die auch externe Anwendungen an den Dienst andocken können. Dadurch ist das Social Network noch recht beschränkt in seiner Funktionalität. Facebook hingegen "ist für jeden anders", so Yegge. Hier gebe es hunderte bis tausende unterschiedlicher, qualitativer Zeitkiller, die den Anwender auf der Plattform halten.
Nach Ansicht des Google-Entwicklers hätte man Google+ von Grund auf als offene Plattform starten müssen. Dieses Kern-Problem hätte man als erstes lösen müssen. Es sei sehr schwierig, erst im Nachhinein in diese Richtung zu gehen. "Ich will nicht sagen, dass es zu spät ist, aber je länger wir warten, umso näher kommen wir an den Punkt, wo es zu spät ist", so Yegge.
Kürzlich hatte eine Untersuchung diese Einschätzung bekräftigt. Google+ ist es bisher kaum gelungen, Anwender langfristig an sich zu binden. Zwar meldeten sich Neugierige millionenfach an. Allerdings blieben viele nur, um sich einige Zeit umzusehen und kehrten dann zu Facebook oder Twitter zurück. 60 Prozent der aktiven Nutzer sollen so bereits wieder verloren gegangen sein.
Als Kernproblem beschrieb Yegge das Verständnis, Facebook habe Erfolg gehabt, weil es ein gutes Produkt ist. Seiner Ansicht nach liege die Ursache aber in einer anderen Tatsache begründet: "Facebook ist erfolgreich, weil sie es anderen ermöglicht haben, eine ganze Reihe von Produkten zu schaffen", so der Google-Entwickler.
Google+ wurde erst einmal als geschlossenes System gestartet. Erst nach und nach werden zaghaft einige Programmierschnittstellen freigegeben, über die auch externe Anwendungen an den Dienst andocken können. Dadurch ist das Social Network noch recht beschränkt in seiner Funktionalität. Facebook hingegen "ist für jeden anders", so Yegge. Hier gebe es hunderte bis tausende unterschiedlicher, qualitativer Zeitkiller, die den Anwender auf der Plattform halten.
Nach Ansicht des Google-Entwicklers hätte man Google+ von Grund auf als offene Plattform starten müssen. Dieses Kern-Problem hätte man als erstes lösen müssen. Es sei sehr schwierig, erst im Nachhinein in diese Richtung zu gehen. "Ich will nicht sagen, dass es zu spät ist, aber je länger wir warten, umso näher kommen wir an den Punkt, wo es zu spät ist", so Yegge.
Kürzlich hatte eine Untersuchung diese Einschätzung bekräftigt. Google+ ist es bisher kaum gelungen, Anwender langfristig an sich zu binden. Zwar meldeten sich Neugierige millionenfach an. Allerdings blieben viele nur, um sich einige Zeit umzusehen und kehrten dann zu Facebook oder Twitter zurück. 60 Prozent der aktiven Nutzer sollen so bereits wieder verloren gegangen sein.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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