EU will schnelleren Glasfaser-Ausbau erzwingen
Seitens der EU-Kommission wird erwogen, Maßnahmen zu ergreifen, die Betreiber von Kommunikationsnetzen dazu bringen sollen, den Ausbau von Glasfaser-Infrastrukturen stärker voranzutreiben. Bald wolle man entsprechende Vorschläge offen zur Diskussion stellen.
Das erklärte die für die digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes gestern auf einer Branchenkonferenz in Brüssel. Demnach wolle man die Höchstgrenze für Gebühren, die Netzbetreiber bei der Vermietung von Kupfer-Leitungen an Konkurrenten aufrufen können, klar absenken. Das würde den Gewinn aus diesem Geschäftsbereich klar reduzieren.
Die Telekommunikationskonzerne sollen so dazu ermutigt werden, schneller in lukrative Glasfaser-Verbindungen zu investieren. Das soll die Vernetzung Europas mit sehr leistungsfähigen Breitband-Infrastrukturen in den kommenden Jahren spürbar vorantreiben.
Aktuell herrsche eine Situation, in der die großen Telekommunikations-Unternehmen mit ihren veralteten Netzen komfortable Gewinne einfahren. Die sähen so keine Notwendigkeit, hohe Beträge für eine Modernisierung ihrer Infrastruktur in die Hand zu nehmen, beklagte die EU-Kommissarin.
Bei den Netzbetreibern kommt die Idee von Kroes naturgemäß nicht sonderlich gut an. Das Vorhaben sei "schlicht verrückt", erklärte beispielsweise Franco Bernabe, Chef der Telecom Italia. Eine solche Maßnahme würde einer Industrie, die ohnehin von sinkenden Umsätzen und Gewinnen betroffen ist, weitere Steine in den Weg legen.
Kroes hielt er entgegen, dass vielmehr positive Anreize geschaffen werden sollten - weniger Regulierung und Steuervorteile. Dies unterstützte auch Henrek Poulsen, Chef der dänischen TDC. Demnach würden den Telekommunikationsunternehmen durch eine solche Maßnahme Überschüsse weggenommen, die dann nicht für neue Investitionen zur Verfügung stünden.
Die Telekommunikationskonzerne sollen so dazu ermutigt werden, schneller in lukrative Glasfaser-Verbindungen zu investieren. Das soll die Vernetzung Europas mit sehr leistungsfähigen Breitband-Infrastrukturen in den kommenden Jahren spürbar vorantreiben.
Aktuell herrsche eine Situation, in der die großen Telekommunikations-Unternehmen mit ihren veralteten Netzen komfortable Gewinne einfahren. Die sähen so keine Notwendigkeit, hohe Beträge für eine Modernisierung ihrer Infrastruktur in die Hand zu nehmen, beklagte die EU-Kommissarin.
Bei den Netzbetreibern kommt die Idee von Kroes naturgemäß nicht sonderlich gut an. Das Vorhaben sei "schlicht verrückt", erklärte beispielsweise Franco Bernabe, Chef der Telecom Italia. Eine solche Maßnahme würde einer Industrie, die ohnehin von sinkenden Umsätzen und Gewinnen betroffen ist, weitere Steine in den Weg legen.
Kroes hielt er entgegen, dass vielmehr positive Anreize geschaffen werden sollten - weniger Regulierung und Steuervorteile. Dies unterstützte auch Henrek Poulsen, Chef der dänischen TDC. Demnach würden den Telekommunikationsunternehmen durch eine solche Maßnahme Überschüsse weggenommen, die dann nicht für neue Investitionen zur Verfügung stünden.
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Christian Kahle
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