Kauder steckt wohl selbst in Urheberrechts-Falle
Der Vorstoß von Siegfried Kauder, Copyright-Verstöße mit Internet-Sperren zu ahnden, könnte den CDU-Mann theoretisch selbst treffen. Auf der Webseite des Politikers wurden nämlich urheberechtlich geschützte Bilder gefunden.
Vor wenigen Tagen plädierte der CDU-Politiker Siegfried Kauder noch für eine härtere Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet. Nach Vorbild des französischen Modells sollten wiederholte Verstöße gegen das Copyright mit dem Sperren des Internet-Zugangs des Übeltäters geahndet werden.
Nun hat Alexander Double von 'Piratig.de' auf der Homepage des Politikers zwei Fotos entdeckt, für die Kauder offenbar keine Lizenzen besitzt. Dabei handelt es sich um ein Bild der Johanneskirche in Donaueschingen und der Hornberger Burg, beide wurden offenbar von der Google-Seite Panoramio.de "ausgeliehen" und ohne Quellenangabe auf Kauders Seite gestellt. In weiterer Folge hat ein Leser von Doubles Blog mit Hilfe der Google-Bildersuche weitere Fotos entdeckt, die von Kauder möglicherweise ohne Lizenzen verwendet wurden.
Die beiden umstrittenen Bilder (rechts) wurden inzwischen entfernt
Alexander Double hat die Causa nun in einem Beitrag auf der überparteilichen Internetplattform 'Abgeordnetenwatch.de' veröffentlicht und fordert von Kauder, dass dieser die entsprechenden Lizenzen vorlegen soll. Sollte dies nicht erfolgen, handelt es sich um einen Verstoß gegen das Urheberrecht, stellt Double fest.
Double schlägt deshalb Folgendes vor: "Sie nennen mir in diesem Falle alle Ihre Internetzugänge (zu Hause, im Bundestag, in Ihrem Parteibüro, Ihre Handys usw.), ich informiere die von Ihnen geschädigten Urheber, und sie erzwingen, dass alle diese Zugänge für 3 Wochen gesperrt werden, um Ihnen das Internet zu kappen. Ich glaube, Sie als Politiker und Volksvertreter sollten hier mit einem guten Beispiel vorangehen."
Der Webmaster von Kauders Seite hat die umstrittenen Bilder inzwischen entfernt, im Google-Webcache und auf Archive.org kann man die ursprüngliche Fassung der Seite allerdings noch sehen. Eine Stellungnahme des Politikers steht aus.
Update 19.48 Uhr: Siegfried Kauder hat sich mittlerweile gegenüber 'Spiegel Online' geäußert: "'Ich bin denen dankbar, die mir Gelegenheit gegeben haben zu zeigen, dass das Warnmodell funktionieren kann. Ich wurde auf die Verwendung von zwei Lichtbildern auf meiner Homepage aufmerksam gemacht, die urheberrechtlich geschützt sind.'" Spiegel Online weiter: "Tatsächlich betrachtet Kauder sich in seiner Idee eines dreistufigen Vorgehens mit Androhung von Internet-Entzug gegen Copyright-Sünder bestätigt: 'Die Fotos sind entfernt. Also: Das Warnmodell funktioniert.'"
Nun hat Alexander Double von 'Piratig.de' auf der Homepage des Politikers zwei Fotos entdeckt, für die Kauder offenbar keine Lizenzen besitzt. Dabei handelt es sich um ein Bild der Johanneskirche in Donaueschingen und der Hornberger Burg, beide wurden offenbar von der Google-Seite Panoramio.de "ausgeliehen" und ohne Quellenangabe auf Kauders Seite gestellt. In weiterer Folge hat ein Leser von Doubles Blog mit Hilfe der Google-Bildersuche weitere Fotos entdeckt, die von Kauder möglicherweise ohne Lizenzen verwendet wurden.
Die beiden umstrittenen Bilder (rechts) wurden inzwischen entfernt
Alexander Double hat die Causa nun in einem Beitrag auf der überparteilichen Internetplattform 'Abgeordnetenwatch.de' veröffentlicht und fordert von Kauder, dass dieser die entsprechenden Lizenzen vorlegen soll. Sollte dies nicht erfolgen, handelt es sich um einen Verstoß gegen das Urheberrecht, stellt Double fest.
Double schlägt deshalb Folgendes vor: "Sie nennen mir in diesem Falle alle Ihre Internetzugänge (zu Hause, im Bundestag, in Ihrem Parteibüro, Ihre Handys usw.), ich informiere die von Ihnen geschädigten Urheber, und sie erzwingen, dass alle diese Zugänge für 3 Wochen gesperrt werden, um Ihnen das Internet zu kappen. Ich glaube, Sie als Politiker und Volksvertreter sollten hier mit einem guten Beispiel vorangehen."
Der Webmaster von Kauders Seite hat die umstrittenen Bilder inzwischen entfernt, im Google-Webcache und auf Archive.org kann man die ursprüngliche Fassung der Seite allerdings noch sehen. Eine Stellungnahme des Politikers steht aus.
Update 19.48 Uhr: Siegfried Kauder hat sich mittlerweile gegenüber 'Spiegel Online' geäußert: "'Ich bin denen dankbar, die mir Gelegenheit gegeben haben zu zeigen, dass das Warnmodell funktionieren kann. Ich wurde auf die Verwendung von zwei Lichtbildern auf meiner Homepage aufmerksam gemacht, die urheberrechtlich geschützt sind.'" Spiegel Online weiter: "Tatsächlich betrachtet Kauder sich in seiner Idee eines dreistufigen Vorgehens mit Androhung von Internet-Entzug gegen Copyright-Sünder bestätigt: 'Die Fotos sind entfernt. Also: Das Warnmodell funktioniert.'"
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