Facebook spioniert nach dem Ausloggen weiter
Gerade erst hat Facebook viele Neuerungen vorgestellt, doch die Datenschutz-Debatte holt das soziale Netzwerk wieder ein. Der Blogger Nik Cubrilovic hat herausgefunden, dass Facebook Daten sammelt, selbst wenn man ausgeloggt ist.
Facebook ist nach der Vorstellung der neuen Features vergangene Woche wieder in den Blickpunkt der Medien gerückt, das Echo auf Timeline und Co. war durchwegs positiv. Das Thema Datenschutz wird das Netzwerk aber so schnell nicht los, in regelmäßigen Abständen wird der Umgang mit privaten Daten kritisiert.
Derzeit sorgt das kommende "Frictionless Sharing", bei dem der Besuch von Webseiten auch ohne aktives Zutun erfasst und geteilt wird, für Unmut. Nutzer befürchten, dass ihr Leseverhalten dadurch zu durchsichtig wird. Diese Diskussion hat der Hacker und Blogger Nik Cubrilovic zum Anlass genommen, auf ein anderes, bereits länger bestehendes Problem aufmerksam zu machen.
Cubrilovic hat nämlich entdeckt, dass es nichts bringt, sich aus Facebook auszuloggen, um die Tracking-Funktionen zu deaktivieren. Denn selbst wenn man gerade nicht im sozialen Netzwerk unterwegs ist und sich aktiv abgemeldet hat, wird beim Aufruf jeder mit Facebook verbundenen Seite eine eigene und eindeutig zuordenbare Identifikation an das soziale Netzwerk übermittelt, schreibt der Sicherheitsexperte in seinem Blog.
Ausloggen ist also keine Lösung. Wer seine Privatsphäre dennoch schützen will, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten: Zum einen sollte man das von Facebook angelegte Cookie jedes Mal manuell löschen, nachdem man sich ausgeloggt hat. Zum anderen kann man auch zum Facebook-Surfen einen alternativen Browser verwenden.
Nachdem Cubrilovic dies bekannt gemacht hat, meldete sich auch ein Entwickler bei ihm und bestätigte diese Eigenschaft. Ein absichtliches Ausschnüffeln bestritt der Facebook-Mitarbeiter Gregg Stefancik allerdings. Man verwende Cookies prinzipiell nicht zum Tracking, weil man keine eigene Werbeplattform betreibe. Die Maßnahme rechtfertigte der Entwickler mit drei Argumenten: Erstens sollen so Spam- und Phishing-Accounts aufgespürt werden, zweites will Facebook damit gesperrte Minderjährige von einem erneuten Anmelden ausschließen und drittens das Wiederherstellen von gehackten Accounts vereinfachen.
Das nimmt Nik Cubrilovic Facebook aber nicht ab. Der Sicherheitsexperte, der nach eigenen Angaben das Problem bereits (erfolglos) vor einem Jahr gemeldet hat, konterte, dass solche Tricks kein ernsthaftes Mittel gegen Spam und Phishing seien. Im Gegenteil verschärfen die Cookies das Problem nur: Surft man etwa auf einem öffentlichen Rechner, so würde man dort nach dem Ausloggen klar zuordenbare Spuren des eigenen Facebook-Profils hinterlassen.
Siehe auch: Facebook: Neues Profil, Musik, Videos & vieles mehr
WinFuture.de bei Facebook: Facebook.com/WinFuture
Derzeit sorgt das kommende "Frictionless Sharing", bei dem der Besuch von Webseiten auch ohne aktives Zutun erfasst und geteilt wird, für Unmut. Nutzer befürchten, dass ihr Leseverhalten dadurch zu durchsichtig wird. Diese Diskussion hat der Hacker und Blogger Nik Cubrilovic zum Anlass genommen, auf ein anderes, bereits länger bestehendes Problem aufmerksam zu machen.
Cubrilovic hat nämlich entdeckt, dass es nichts bringt, sich aus Facebook auszuloggen, um die Tracking-Funktionen zu deaktivieren. Denn selbst wenn man gerade nicht im sozialen Netzwerk unterwegs ist und sich aktiv abgemeldet hat, wird beim Aufruf jeder mit Facebook verbundenen Seite eine eigene und eindeutig zuordenbare Identifikation an das soziale Netzwerk übermittelt, schreibt der Sicherheitsexperte in seinem Blog.
Ausloggen ist also keine Lösung. Wer seine Privatsphäre dennoch schützen will, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten: Zum einen sollte man das von Facebook angelegte Cookie jedes Mal manuell löschen, nachdem man sich ausgeloggt hat. Zum anderen kann man auch zum Facebook-Surfen einen alternativen Browser verwenden.
Nachdem Cubrilovic dies bekannt gemacht hat, meldete sich auch ein Entwickler bei ihm und bestätigte diese Eigenschaft. Ein absichtliches Ausschnüffeln bestritt der Facebook-Mitarbeiter Gregg Stefancik allerdings. Man verwende Cookies prinzipiell nicht zum Tracking, weil man keine eigene Werbeplattform betreibe. Die Maßnahme rechtfertigte der Entwickler mit drei Argumenten: Erstens sollen so Spam- und Phishing-Accounts aufgespürt werden, zweites will Facebook damit gesperrte Minderjährige von einem erneuten Anmelden ausschließen und drittens das Wiederherstellen von gehackten Accounts vereinfachen.
Das nimmt Nik Cubrilovic Facebook aber nicht ab. Der Sicherheitsexperte, der nach eigenen Angaben das Problem bereits (erfolglos) vor einem Jahr gemeldet hat, konterte, dass solche Tricks kein ernsthaftes Mittel gegen Spam und Phishing seien. Im Gegenteil verschärfen die Cookies das Problem nur: Surft man etwa auf einem öffentlichen Rechner, so würde man dort nach dem Ausloggen klar zuordenbare Spuren des eigenen Facebook-Profils hinterlassen.
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