Weltweit beste Schach-Engine besteht aus Plagiaten
Die International Computer Games Association (ICGA), von der die Turniere ausgerichtet werden, fordert von Vasik Rajlich, dem Entwickler von Rybka, die Rückgabe der Pokale und Preisgelder. Die Wertungen der letzten durchgeführten Meisterschaften sollen außerdem entsprechend modifiziert werden.
Wie die ICGA mitteilte, habe sich Rajlich unfair der Arbeiten früherer Computerschach-Meister bedient. In Rybka sollen unter anderem Bestandteile der Engines von zwei anderen Schach-Programmen - Crafty und Fruit - zum Einsatz kommen, hieß es. Fruit hatte vor Rybka im Jahr 2005 die WCCC gewonnen.
Rybka stand bereits länger im Verdacht, nicht ausschließlich von Rajlich entwickelt worden zu sein. Auslöser war die Tatsache, dass die Software ihre Züge auf einem sehr ähnlichen Weg wie Fruit berechnete. Der Ausschluss der Software wurde nun allerdings nicht beschlossen, weil Teile der Engine abgekupfert sind, sondern weil ihr Entwickler sie als sein Original ausgab und die Entwickler der anderen Engines - die unter Open Source-Lizenzen stehen - nicht fair würdigte.
Die ICGA hatte ein Team von 34 Programmierern auf die Analyse von Rybka angesetzt. Da der Quellcode nie öffentlich zur Verfügung stand, mussten diese sich der Funktionsweise per Reverse Engineering nähern. Dadurch konnte nachvollzogen werden, dass frühere Beta-Versionen der Software im Wesentlichen auf Crafty, einer weiteren Open Source-Engine basierten, und später die Routinen von Fruit übernommen wurden.
Selbst als Rajlich mit den Untersuchungsergebnissen konfrontiert wurde, soll er darauf beharrt haben, dass Rybka vollständig sein eigenes Werk ist. Der Ausschluss von den WCCC und die Aufforderung der ICGA an andere Turnier-Veranstalter, Rybka ebenfalls nicht mehr zuzulassen, dürften letztlich auch das Geschäft mit der Software, die als kommerzielles Produkt angeboten wird, beeinträchtigen.
Wie die ICGA mitteilte, habe sich Rajlich unfair der Arbeiten früherer Computerschach-Meister bedient. In Rybka sollen unter anderem Bestandteile der Engines von zwei anderen Schach-Programmen - Crafty und Fruit - zum Einsatz kommen, hieß es. Fruit hatte vor Rybka im Jahr 2005 die WCCC gewonnen.
Rybka stand bereits länger im Verdacht, nicht ausschließlich von Rajlich entwickelt worden zu sein. Auslöser war die Tatsache, dass die Software ihre Züge auf einem sehr ähnlichen Weg wie Fruit berechnete. Der Ausschluss der Software wurde nun allerdings nicht beschlossen, weil Teile der Engine abgekupfert sind, sondern weil ihr Entwickler sie als sein Original ausgab und die Entwickler der anderen Engines - die unter Open Source-Lizenzen stehen - nicht fair würdigte.
Die ICGA hatte ein Team von 34 Programmierern auf die Analyse von Rybka angesetzt. Da der Quellcode nie öffentlich zur Verfügung stand, mussten diese sich der Funktionsweise per Reverse Engineering nähern. Dadurch konnte nachvollzogen werden, dass frühere Beta-Versionen der Software im Wesentlichen auf Crafty, einer weiteren Open Source-Engine basierten, und später die Routinen von Fruit übernommen wurden.
Selbst als Rajlich mit den Untersuchungsergebnissen konfrontiert wurde, soll er darauf beharrt haben, dass Rybka vollständig sein eigenes Werk ist. Der Ausschluss von den WCCC und die Aufforderung der ICGA an andere Turnier-Veranstalter, Rybka ebenfalls nicht mehr zuzulassen, dürften letztlich auch das Geschäft mit der Software, die als kommerzielles Produkt angeboten wird, beeinträchtigen.
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Christian Kahle
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