Streetside: Microsofts Einlenken enttäuscht BITKOM
"Wir haben Verständnis dafür, dass Microsoft nunmehr auf Druck von Datenschützern und Politikern auf freiwilliger Basis eine Vorabwiderspruchsmöglichkeit bei seinem Geodatendienst Bing Streetside anbietet", erklärte Verbandspräsident August-Wilhelm Scheer.
Große, international aufgestellte Unternehmen seien durchaus in der Lage, ein solches Verfahren zu stemmen. Mittelständische deutsche Anbieter könnten den enormen Aufwand faktisch aber nicht leisten. Diese von Datenschützern und Politikern vorgetragene Forderung führe dazu, dass innovative Mittelständler aus Deutschland kaum noch entsprechende Angebote in den Markt bringen können.
"Denn die Bearbeitung von Vorabwidersprüchen in größerer Zahl ist ausgesprochen aufwändig und damit für kleinere Unternehmen einfach nicht zu bewältigen", so Scheer. Es müssen die über verschiedene Medien wie Post, Fax oder Email eingehenden Widersprüche teils sehr umständlich von Hand bearbeitet werden. Oft sind Rückfragen notwendig. Außerdem sind neben der Adresse viele weitere detaillierte Angaben notwendig, um ein Haus vorab auf dem Bildmaterial eindeutig identifizieren zu können.
"Datenschützer und Politiker lassen bei ihrer mantraartig vorgetragenen Forderung nach einem Vorabwiderspruch völlig außer acht, dass dabei unvermeidlich große Mengen persönlicher Daten anfallen. Dem Datenschutz erweist man damit einen Bärendienst", fuhr Scheer fort.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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