Skype im Ansatz für Open Source-Apps geknackt

Das proprietäre Protokoll des VoIP-Dienstes Skype ist zum Teil geknackt. Dem Entwickler Efim Bushmanov ist es gelungen, per Reverse Engineering Zugang zu einigen Funktionen zu erhalten. Als Ziel bezeichnete er es, das Protokoll über Open Source-Software zugänglich zu machen. Skype setzt auf ein proprietäres, verschlüsseltes Protokoll. Deshalb war es bisher faktisch nicht möglich, mit Drittanbieter-Clients an das Netzwerk anzudocken. Lediglich offiziellen Partnern gestattete man Verbindungen in das Netz. Ansätze, dies zu ändern, verhinderte Skype mit Aktualisierungen seiner Software.

Bushmanov ist es nun allerdings gelungen, teilweise Zugang zu erlangen. So ist es mit seiner Software möglich, sich in dem Netzwerk anzumelden. Außerdem können Nachrichten an andere Nutzer verschickt werden. Telefonate via VoIP können derzeit aber noch nicht geführt werden.

Allerdings sind Bushmanovs Ansätze derzeit erst mit der Version 1.4 des Skype-Protokolls kompatibel. Aktuelle Skype-Clients lassen sich so also nicht kontaktieren. Zumindest ist aber ein neuer Ansatz geschaffen, der es möglicherweise in Zukunft erlaubt, mit Open Source-Programmen mit dem Skype-Netz zu kommunizieren.

Update: Skype zeigte sich erwartungsgemäß nicht begeistert über die Veröffentlichung von Bushmanovs Software. Das Unternehmen sieht darin in erster Linie das Risiko, dass Spammern Tür und Tor geöffnet werden und will alle Möglichkeiten ausschöpfen, um diese vom Zugang zum eigenen Netz abzuhalten. Microsoft, Chat, Skype, Instant Messaging, Voip, Internettelefonie Microsoft, Chat, Skype, Instant Messaging, Voip, Internettelefonie Skype
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