Internet nach Protesten in Libyen abgeschaltet
Entsprechende Beobachtungen hat das US-amerikanische Unternehmen 'Renesys' gemacht. In diesem Zusammenhang ist die Rede von einer abrupten Abschaltung des Internetzugangs. Schon im Vorfeld waren die Verbindungen stark verlangsamt, heißt es. Am frühen Freitagabend hieß es aus den Kreisen der Internetnutzer, dass beispielsweise das weltgrößte Social Network Facebook nicht mehr erreichbar sei.
Oppositionsgruppen haben über das Internet in Libyen für Donnerstag aus Protest gegen die Regierung des seit 1969 autoritär herrschenden Staatsführers Muammar Gaddafi zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur AFP starben seit dem Ausbruch der Proteste am Dienstag landesweit 41 Personen.
In diesem Zusammenhang wurde auch eine Diskussion über die Verfügbarkeit der Top Level Domain (TLD) ".ly" ausgelöst. Den Aussagen des Bit.ly-CEO John Borthwick kann es unter solchen Umständen zu keinen Problemen kommen.
Damit es zu Einschränkungen kommen würde, müsste man alle zugehörigen Root-Nameserver vom Netz trennen, sagte er. Davon stehen allerdings nur zwei Stück in Libyen. Zwei weitere befinden sich im US-Bundesstaat Oregon und einer in den Niederlanden.
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