Libyen: Kurz-URL-Dienst "vb.ly" wurde gesperrt

Internet & Webdienste Da sich über den Kurz-URL-Dienst "vb.ly" auch Links zu Webseiten mit jugendgefährdenden Inhalten schalten ließen, hat sich die amtierende Regierung in Libyen dazu entschlossen, die Domain zu löschen. Gemäß dem in Libyen gültigen Gesetz sind Pornografie und Material für Erwachsene nicht erlaubt. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, die Domain zu entfernen, sagte Alaeddin S. ElSharif, ein Vertreter der Abteilung Web Services von Lybia Telecom and Technology laut einem Artikel von 'Techyum'.

Über die Löschung der Domain wurde der Wiederverkäufer angeblich im Vorfeld informiert. Eine Reaktion darauf blieb jedoch aus.

Vb.ly wurde im vergangenen Jahr von der Bloggerin Violet Blue und Ben Metcalfe gestartet. Dabei hat man es sich zur Aufgabe gemacht, interessierten Nutzern einen Kurz-URL-Dienst nicht nur für pornografische Inhalte zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern wurden die geschalteten Links bei diesem Angebot nicht gefiltert.

Diese Entscheidung könnte möglicherweise einen Präzedenzfall darstellen und auch andere Inhaber von ".ly"-Domains betreffen. Um ihre Domains nicht zu verlieren müssen die Betreiber dem islamischen Recht in Libyen folgen, heißt es von offizieller Seite. Das vermutlich bekannteste Beispiel dafür ist der URL-Verkürzer Bit.ly.

In den Augen von ElSharif gibt es im Hinblick auf Bit.ly gegenwärtig keine Probleme. Die libysche Registrierungsbehörde fühlte sich hingegen an "vb.ly" gestört, da die Webseite speziell für Erwachsene angepriesen wurde.
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