Frankreich: Urheberabgabe auf Tablet ohne Windows
Die Abgaben sollen wie auch bei Kopierern und Druckern an die Verwertungsgesellschaften fließen. Von diesen werden sie wiederum als Vergütung für die Anfertigung privater Kopien durch die Nutzer an die Urheber ausgeschüttet.
Ausgenommen von der Regelung sind allerdings Tablet-PCs, die mit Microsofts Windows-Betriebssystem betrieben werden. Begründet wird dies damit, dass Windows für PCs entwickelt wurde, die bisher kein Bestandteil der Abgabe-Verpflichtung sind.
In der Branche stößt dies auf Unverständnis. "Wie können sie ernsthaft sagen, dass ein Tablet mit Windows weniger für die Anfertigung von Kopien eingesetzt wird, als ein Android-Gerät?", zeigte sich Henri Crohas, Chef des französischen Hardware-Herstellers Archos, laut einem Bericht von 'Les Echos' verwundert.
Crohas ärgert sich insbesondere deshalb über die neue Regelung, da sie gerade Archos als französisches Unternehmen besonders stark benachteiligt. Während der Diskussion um die Abgabe hatte man noch positive Signale von den Verantwortlichen erhalten. Diese seien nun aber ohne Begründung nicht berücksichtigt worden.
Auch der Fixpreis von 12 Euro auf jedes Gerät mit einem Speicherplatz zwischen 40 und 64 Gigabyte stört ihn, da seine Firma ihre Geräte vergleichsweise günstig anbietet und so letztlich prozentual mehr auf den Verkaufspreis aufschlagen muss, als beispielsweise Apple.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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