Mozilla stellt Alternative zum Chrome Web Store vor
Chrome gilt derzeit als größter Konkurrent für den Browser Firefox. Da ist es nur verständlich, dass Mozilla keine Nutzer an den Mitbewerber verlieren will, nur weil dort mehr Features geboten werden. Zwar hat Google bestätigt, dass man den Chrome Web Store auch in anderen Browsern nutzen können wird, doch es steckt noch immer der Begriff "Chrome" in der Produktbezeichnung.
Jetzt hat Mozilla einen ersten Prototypen eines eigenen Web Stores veröffentlicht, der in allen bekannten Browsern funktionieren soll. Neben dem Web Store gehört auch ein App-Verzeichnis dazu, über das man Zugriff auf "installierte" Web-Apps hat. Zudem werden kostenpflichtige Anwendungen unterstützt. Mozilla selbst will keinen eigenen Web Store betreiben, sondern lediglich die notwendige Technik liefern.
Unter den bereitgestellten Open Web Apps versteht Mozilla Web-Anwendungen, die mit HTML, CSS und JavaScript erstellt wurden. Sie lassen sich im Browser oder auf dem Desktop des Betriebssystems installieren, egal ob Heim-PC oder Smartphone. Es werden alle modernen Browser unterstützt, wobei jeder Hersteller die Möglichkeit hat, die Präsentation und Organisation des Angebots selbst zu gestalten.
Nutzer müssen sich über via Login authentifizieren, um Zugriff auf ihre kostenlosen und kostenpflichtigen Apps zu haben. Die erworbenen Anwendungen stehen auf allen vom Nutzer eingesetzten Systemen zur Verfügung. Bestimmte Browser-Funktionen, beispielsweise zur Bestimmung des Standorts des Benutzers, werden über eine Schnittstelle zur Verfügung gestellt, müssen jedoch vom Anwender freigegeben werden.
Die Beziehung zwischen Mozilla und Google hat sich in den letzten Monaten in eine interessante Richtung entwickelt. Bislang war Google die größte Einnahmequelle für Mozilla, denn das Unternehmen zahlt für die Einbindung seiner Suchmaschine in Firefox. Diese Partnerschaft geht jedoch auf eine Zeit zurück, in der Google noch keinen eigenen Browser im Angebot hatte. Nun scheint sich mehr und mehr ein Wettbewerb zwischen beiden zu entwickeln. Es dürfte sehr interessant zu beobachten sein, wie sich dies in Zukunft entwickelt.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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