Microsoft verklagt Motorola, Motorola verklagt Apple

Recht, Politik & EU Als Außenstehender stellt man sich irgendwann die Frage, was die Unternehmen aus der Mobilfunkbranche da eigentlich treiben. Neuestes Beispiel ist Motorola. Nachdem in der letzten Woche eine Klage von Microsoft ins Haus flatterte, klagt man in dieser Woche zurück, aber gegen Apple. Apple soll insgesamt 18 Patente von Motorola verletzten. In den Produkten iPhone, iPod touch sowie diversen Mac-Modellen sollen die von Motorola entwickelten Technologien verwendet werden. In einer Mitteilung auf der Motorola-Website heißt es, dass man versucht hat, die eigene Technologie an Apple zu lizenzieren, allerdings konnte in den lange andauernden Verhandlungen keine Einigung erzielt werden. Apple soll die Bezahlung der Lizenzen verweigert haben.


Klagen in der Mobilfunkbranche
Quelle: The Guardian

Die beanstandeten Patente decken Technologien wie Wireless E-Mail, Annäherungssensor, Software Application Management, Synchronisation mehrerer Geräte sowie ortsgebundene Dienste ab. Motorola sieht sich als Pionier im Handy- und Smartphone-Business, Apple dagegen ist sehr spät eingestiegen. Aus diesem Grund sah sich Motorola nun gezwungen, gegen die Verletzung der Patente zu klagen, nachdem die angebotene Lizenzierung nicht genutzt wurde.

The Guardian: Klagen in der Mobilfunkbranche Die britische Website 'The Guardian' hat eine kleine Grafik entwickelt, auf der man erkennen kann, welche Ausmaße die Klagen in der Mobilfunkbranche angenommen haben. Man könnte denken, dass in ein paar Monaten jeder jeden verklagt hat und am Ende alles beim Alten bleibt. Das Geld, was in Rahmen von Strafzahlungen irgendwann fließen wird, geht dann in einen Kreislauf ein, der alle Beteiligten entschädigt.
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