App Store: EU will Praktiken von Apple untersuchen

Recht, Politik & EU Laut einem Bericht der 'New York Post' will sich die europäische Kommission an einer Untersuchung der US-Wettbewerbsbehörde FTC beteiligen, bei der es um die Geschäftspraktiken von Apple im Rahmen des App Stores geht. Durch die Beteiligung der EU könnte sich der Abschluss der Untersuchung um weitere vier bis sechs Monate hinauszögern, will die Zeitung von ihren Quellen erfahren haben. Es geht vor allem um das Developer Agreement, dass die Entwickler für Apples App Store akzeptieren müssen, um Software für das iPhone und iPad anbieten zu können. Offiziell hat die FTC bislang nicht bestätigt, dass sich die Untersuchung wirklich damit beschäftigt.

Darin schließt Apple seit geraumer Zeit die Werkzeuge von Drittanbietern aus. Beispielsweise hatte Adobe eine Software entwickelt, mit der sich Flash-Anwendungen auf das iPhone portieren lassen. Das Anbieten dieser portierten Software würde gegen die Regeln im Developer Agreement verstoßen.

Die Beteiligung der EU lässt Adobe und andere Unternehmen wieder hoffen, dass sie sich vielleicht doch noch an der erfolgreichen Plattform von Apple beteiligen können. Aus der Sicht der Amerikaner geht die EU sehr hart gegen Wettbewerbsverstöße vor. So sorgte sie dafür, dass Microsoft unter Windows alternative Browser anbieten muss und das Windows auch ohne integrierten Media Player verkauft werden muss.
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