Google: Protest gegen Werbeverbot auf dem iPhone

Wirtschaft & Firmen Google hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Apples aktuelle Veränderungen an den Bestimmungen für Entwickler dazu führen, dass Google keine Werbung mehr auf dem iPhone ausliefern darf und somit eine künstliche Wettbewerbshürde geschaffen wird. Apple hatte die Nutzungsbedingungen für seine Plattform am Montag mit der Vorstellung des iPhone 4 geändert. Nutzungsstatistiken dürfen demnach nur noch von Werbedienstleistern erhoben werden, deren Hauptgeschäftsfeld die Auslieferung von Werbung ist. "Entwickler oder Anbieter von mobilen Geräten, Betriebssystemen oder Entwicklungsumgebungen" werden ausgeschlossen. Davon ist neben Google (Android) auch Adobe (Flash) betroffen.

Apple will durch diese neue Bedingung sein eigenes Werbenetzwerk iAd zum Erfolg verhelfen. Stehen keine vernünftigen Alternativen zum Schalten von Werbung zur Verfügung, werden viele App-Entwickler auf iAd setzen.

"Die Veränderung liegt nicht im Interesse von Anwendern und Entwicklern", schreibt Omar Hamoui, der Gründer des Werbenetzwerks AdMob, das kürzlich von Google übernommen wurde. Aus diesem Grund wird Google gegen die neuen Bedingungen für Entwickler protestieren, berichtet 'Reuters'. Ein Drittel aller Anzeigen, die über das Netzwerk von AdMob ausgeliefert werden, landen auf dem iPhone. Würde es AdMob verboten werden, auf dem Apple-Smartphone zu werben, würde dies dem Geschäft erheblich schaden.
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