Foxconn-Suizide: Kunden zahlen für höhere Löhne

Notebook Der taiwanische Vertragsfertiger Foxconn will in Kürze höhere Preise für die Produktion der Geräte seiner Kunden wie etwa Apple, Dell und HP verlangen. Das Unternehmen will so die durch Lohnerhöhungen steigenden Kosten decken. Wie Foxconn ankündigte, will man noch in diesem Monat in Verhandlungen mit den Auftraggebern mögliche Erhöhungen der Produktionspreise ausloten. Foxconn ist der weltweit größte Vertragsfertiger für Elektronikprodukte und produziert unter anderem auch diverse Apple-Geräte.

Das Unternehmen hatte kürzlich eine Erhöhung der Löhne von Mitarbeitern einzelner Produktionsstätten um bis zu 70 Prozent angekündigt. Zuvor hatte es massive Kritik an der Lohnpolitik und den Arbeitsbedingungen gegeben, nachdem sich 10 Mitarbeiter das Leben genommen hatten.

Insgesamt gehen Marktbeobachter aber davon aus, dass die geplanten Lohnerhöhungen kaum Auswirkungen haben werden. So sollen sie nur für das Foxconn-Werk im chinesischen Shenzhen gelten, wo über 400.000 Mitarbeiter unter anderem Apples iPhone bauen.

Außerdem sind die Lohnerhöhungen an die Erfüllung von Produktionsquoten geknüpft, so dass die Angestellten dafür auch mehr arbeiten müssen. Letztlich würden die Kosten daher nur moderat steigen, so Quellen aus der Industrie gegenüber dem taiwanischen Branchendienst 'DigiTimes'.

Foxconns Konkurrenten Wistron und Compal wollen ihrerseits vorerst keine Erhöhung der Löhne ihrer Angestellten vornehmen. Wistron war unter anderem als Vertragsfertiger der Xbox 360 für Microsoft aktiv, während Compal vor allem Laptops für diverse bekannte Marken produziert.
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