Verbraucherschützer fordern Aufspaltung von Google

Wirtschaft & Firmen Die US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog hat das Justizministerium aufgefordert, eine Wettbewerbsuntersuchung gegen den Suchmaschinenkonzern Google einzuleiten. Diese soll verschiedene Maßnahmen hervorbringen, mit denen die Marktmacht des Unternehmens eingeschränkt wird. Die Aufspaltung des Unternehmens wird dabei ausdrücklich als Option genannt. Unterstützt wird der Vorstoß von einem Mobilfunk-Unternehmer und zwei Anwälten von Google-Konkurrenten, berichtete das US-Fachmagazin 'ComputerWorld'.

Gegenstand der Untersuchung soll insbesondere die enge Koppelung der Suchmaschine mit dem Werbegeschäft Googles sein. Durch diese Verbindung hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren zum dominierenden Anzeigenhändler im Internet aufgeschwungen.

Aber auch das Verhalten des Konzerns beim Aufbau seiner Büchersuche kann nach Ansicht der Verbraucherschützer einen Ansatz für die Untersuchung bilden. Google hatte dabei ohne Einwilligung der Urheber begonnen, eine große Datenbank aller Bücher anzulegen und diese im Volltext durchsuchbar zu machen.

"Die Zeit, in der die Justiz eine breite Antitrust-Untersuchung gegen Google einleiten sollte, ist eindeutig gekommen", sagte John Simpson von Consumer Watchdog. Auch Microsoft wurde vor einigen Jahren einem solchen Verfahren unterzogen und musste in der Folge verschiedene Protokolle offenlegen. Eine Aufspaltung wurde durch die Präsidentschaft George W. Bushs und der daraus folgenden Neubesetzung der Führungsposten im Kartellamt verhindert.
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