Google macht VP8-Videocodec wohl zu Open Source
Dieser Schritt wurde in der Internet-Community bereits erwartet, nachdem der Konzern das Software-Unternehmen On2 übernommen hatte. Damit würde ein neuer Codec für den Einsatz in HTML5-Umgebungen zur Verfügung stehen, der keinen Lizenzierungspflichten mehr unterliegt.
Bisher kommt hier in der Regel H.264 zum Einsatz, der allerdings mit verschiedenen Patenten versehen ist, die von der MPEG-Gruppe kontrolliert werden. Die Mozilla Foundation weigert sich deshalb beispielsweise, den Codec in ihren Browser Firefox zu implementieren, da Abhängigkeiten von Patentinhabern vermieden werden sollen.
Als freie Alternative steht bisher nur Ogg Theora zur Verfügung. Dessen Qualität reicht aber nicht an H.264 heran. VP8 kann es hingegen durchaus mit dem MPEG-Codec aufnehmen. Bereits der Vorgänger VP7 galt als konkurrenzfähig und die Kompression sowie die Komplexität sollen noch einmal optimiert worden sein.
Google bestätigte die Berichte über die Freigabe bisher nicht. Dem Vernehmen nach soll eine entsprechende Bekanntmachung aber auf der Entwicklerkonferenz Google I/O, die im Mai stattfindet, erfolgen.
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Christian Kahle
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